Seid willkommen in meiner kleinen Welt! Tretet ein und schaut euch um.

Hier schreibe ich über alles, was mich bewegt, was mir wichtig ist und eine Rolle in meinem Leben spielt. Musik, Filme, Tiere, Mythen, Legenden, Sagen, altes Brauchtum, unsere Reisen und Ausflüge. Und auch einfach mal dummes Zeug. ;-)

Also tretet ein in meine kleine Welt, schaut euch in Ruhe um und wenn es euch gefällt, dann kehrt zurück.



Mittwoch, 15. Januar 2020

Was geschah am 15. Januar...

...im Jahr 1559

Heute vor 461 Jahren wurde Elisabeth I. in der Westminster Abbey zur Königin von England und Irland gekrönt. Sie war die Tochter von König Henry VIII. und Anne Boleyn. Nach der Hinrichtung ihrer Mutter wurde sie (zusammen mit ihrer Halbschwester Mary) zunächst für illegetim erklärt, denn Henry hoffte natürlich auf einen Sohn als Thronerbe. Aber Catherine Parr schaffte es in ihrer Ehe mit Henry ihn dazu zu überreden, Elisabeth wieder in die Thronfolge aufzunehmen. 

Unter Elisabeths Regentschaft wird England zu einer Weltmacht. Das Elisabethanische Zeitalter war die Zeit von William Shakespeare oder Christopher Marlowe und Francis Drake umsegelte in ihrem Auftrag die Welt. Auch die erste englische Kolonie wurde in Amerika gegründet und zu Ehren Elisabeths Virginia genannt. Die Anglikanische Kirche erhielt in dieser Zeit ihre endgültige Ausprägung und die modernen Wissenschaften wurden begründet. 
Elisabeth hat nie geheiratet, sie hat ihr ganzes Leben ihrem Land und der Krone geopfert. Ich glaube allerdings, dass sie das nicht als Opfer ansah und ich frage mich, was sie zu der heutigen Situation sagen würde.



...im Jahr 1569

Im Alter von 46 Jahren verstarb die englische Adelige Catherine Knollys, geb. Carey. Sie war die Tochter von Mary Boleyn, der Schwester der Königin Anne und somit Elisabeths Cousine. Da Mary lange Zeit die Geliebte Henrys war wurde sogar spekuliert, ob nicht sogar der König Catherines Vater war. Aber Marys Ehemann Sir William Carey erkannte Catherine bei der Heirat als seine Tochter an.
Catherine war eine enge Freundin und Vertraute der Königin und als Catherine starb, litt Elisabeth sehr darunter.






 
 
 

Montag, 13. Januar 2020

Der 13. Januar vor 75 Jahren

Am 13. Januar 1945 begann mit dem Angriff der russischen Roten Armee auf Königsberg die Schlacht um Ostpreußen, sie dauerte bis zum 25. April. 
Seit 1724 war Königsberg, gelegen im Südosten der Halbinsel Samland, die Königliche Haupt- und Residenzstadt in Preußen. Bis 1945 war sie außerdem die nordöstlichste Großstadt des Deutschen Reiches und das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Provinz Ostpreußen. 
Bereits 1944 wurde Königsberg bereits durch britische Luftangriffe weitgehend zerstört, im April 1945 fiel die Stadt nach schweren Kämpfen dann in der Hände der Roten Armee. Ostpreußen wurde durch das Potsdamer Abkommen mit allen anderen deutschen Gebieten östlich der Oder-Neiße-Linie von Deutschland abgetrennt. Das nördliche Ostpreußen mit Königsberg kam unter sowjetische Verwaltung. Die Deutschen, die die russische Besatzung überlebt hatten, wurden bis 1948 in die vie Besatzungszonen Deutschlands vertrieben. 
Seit 1946 heißt Königsberg nun Kaliningrad und wurde in der Nachkriegszeit mit Menschen aus verschiedensten Teilen Russlands neu besiedelt, wie auch das gesamte nördliche Ostpreußen.



Ebenfalls am 13. Januar 1945 flog die britische Armee mit 274 Flugzeugen Luftangriffe auf Saarbrücken.  Da war die Stadt schon in großen Teilen durch vorherige Angriffe zerstört. 




Mittwoch, 1. Januar 2020

Winter am ersten Tag des Jahres

Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr. Am 1. Januar 2020 haben wir einen kleinen Spaziergang gemacht und ich fand dabei herrliche Motive in der winterlichen Natur.















Und auch im Garten hat der Winter Tolles gezaubert:








Dienstag, 31. Dezember 2019

Silvester - Die achte Rauhnacht

Seit 1582, der Einführung des Gregorianischen Kalenders, ist der 1. Januar der Tag des Jahresbeginns. Der 31. Dezember ist dem römischen Bischof Silvester gewidmet, um seinem Todestag zu gedenken. Er begleitete den Übergang von einer Phase, in der die Christen verfolgt wurden, in ein neue Phase, in der das Christentum unter Kaiser Konstantin zur Staatsreligion erklärt wurde.
Der Neujahrstag war der Tag der Narren, Bürger und Priester. Man maskierte sich und trieb Unfug. Später wurde dieser Brauch auf das Fastnachtsfest verlegt. 

Es gibt viele Bräuche, die bis heute erhalten geblieben sind. An erster Stelle steht, dass man Silvester im Kreise seiner Lieben verbringen sollte. "Kreis" kann dabei ruhig wörtlich genommen werden, denn der Kreis schützt. 
Früher gab es natürlich kein Feuerwerk, dafür wurden um Mitternacht lärmende Umzüge veranstaltet, um "das Alte" und auch böse Geister zu vertreiben. 
Auch Räuchern ist ein alter Brauch, vorzugsweise mit Weihrauch.

In diesem Sinne: Kommt gut hinüber in das neue Jahr und auch in das neue Jahrzehnt, denn ab morgen schreiben wir bereits das Jahr 2020.




Dezember in Ostfriesland

Kurz vor dem Jahreswechsel waren wir noch ein paar Tage im hohen Norden, genauer in Ostfriesland. Hier sind ein paar Eindrücke:

 Sonnenaufgang auf der Hinfahrt

 Norddeich

 Blick nach Holland

 Und natürlich mal wieder kein Wasser da ;-)

 Blick rüber nach Juist


 Greetsiel



 Der Leuchtturm von Campen

 Am Großen Meer






 Unverkennbar: Emden


 Der Hafen von Emden mit dem Rathaus auf der rechten Seite

 Das alte Hafentor von Emden









Donnerstag, 26. Dezember 2019

Die dritte Rauhnacht steht bevor

Die zwölf Rauhnächte stehen auch für die zwölf Monate des kommenden Jahres. Die 3. Rauhnacht vom 26. auf den 27- Dezember steht also für den März. Der März ist der Monat des Jahres, in der sich die Natur zum Durchbruch bereit macht und sich erneuert. 
Zeit auch, sich Gedanken zu machen, wer in der Vergangenheit wichtig für mich war und wer es auch im neuen Jahr sein soll. Wer war für mich da und wer nicht? Negative Energie sollten nicht mit ins neue Jahr genommen werden. 






Mittwoch, 25. Dezember 2019

Die Rauhnächte oder die Zeit "zwischen den Jahren"

"Zwischen den Jahren"...diesen Ausdruck kennt ihr sicher. Aber warum sagt man das? Klingt doch irgendwie merkwürdig. Tage, die eigentlich gar nicht existieren? Gemeint ist die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr. 
Das alte Jahr endet aber doch am 31. Dezember und das neue beginnt ja direkt am nächsten Tag am 1. Januar. Dazwischen ist doch nichts. 

Nun, das war nicht immer so.

Ein Mondjahr, also zwölf ca. 28-tägige Mondzyklen, besteht aus 354 Tagen. Bis zu den 365 Tagen des Sonnenjahres fehlen demnach zwölf Nächte. Diese Nächte nennt man Rauhnächte. Sie gelten als mystisch und magisch. Das Schicksal kann neu ausgehandelt  und die Zukunft vorausgesagt und beschwört werden. 

In vielen Regionen beginnen die Rauhnächte in der Nacht des Heiligen Abends und enden mit dem Dreikönigstag am 6. Januar.



Die Rauhnächte nennt man auch Rauchnächte oder die zwölf Heiligen Nächte. Ganz früher hießen sie auch Weihe-Nächte. Im 8. Jahrhundert wurde daraus dann die Weihnacht, welches Karl der Große zum kirchlichen Hochfest von Christi Geburt erklärte. Ab da war es bei Todesstrafe verboten, die heidnischen Bräuche weiter auszuleben.








Donnerstag, 19. Dezember 2019

Zur Erinnerung an den 19. Dezember 2016

Kaum zu glauben, dass es schon wieder 3 Jahre her ist. Am 19.12.2016 fuhr der Attentäter Amri mit einem LKW mitten in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin. 12 Menschen starben, 57 wurden verletzt. Den Sattelzug hatte er zuvor gestohlen und den eigentlichen Fahrer später erschossen.  
Unglaublich: Amri war bereits im November 2015 als Gefährder eingestuft worden und als islamistischer Terrorist den Behörden bekannt. Der IS bekannte sich am Tag nach dem Anschlag zu dem Attentat. Während der Fahrt zum Weihnachtsmarkt chattete Amri mit "Glaubensbrüdern", sie sollten ihm Glück wünschen. 
Nach der Tat entkam er, wurde aber erst 2 Tage später zur Fahndung ausgeschrieben. Schließlich wurde er am 23.12. in Italien bei einer Routinekontrolle von der Polizei erschossen.   
Wie sich später rausstellte, hat wohl der Speditionsfahrer mit im LKW gesessen und Amri ins Lenkrad gegriffen. Sonst wäre das Ganze vielleicht noch schlimmer ausgegangen.

Am Tag nach dem Anschlag fand in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ein Gedenkgottesdienst statt. Weil dort hochrangige Politiker wie z. B. Angela Merkel teilnahmen, wurden die Angehörigen der Opfer nach eigenen Angaben nicht in die Kirche gelassen. Einen Staatsakt oder eine Gedenkstunde für die Opfer wie nach dem Attentat in München gab es in Berlin nicht, auch keine öffentlichen Gedenkveranstaltungen. Und die Entschädigungszahlungen zogen sich ewig hin. Weil nach dem Opferentschädigungsgesetz tätliche Angriffe mittels Kraftzeugen und Anhänger ausdrücklich ausgenommen sind.
Vielleicht sollte man diesen Paragraphen mal überarbeiten, denn schließlich bleibt zu befürchten, dass solche Attentate immer wieder vorkommen können.

Heute Abend soll es eine Gedenkveranstaltung an der Gedächtniskirche geben. Um 20:02 Uhr, dem Zeitpunkt des Anschlags, sollen die Kirchenglocken zwölfmal schlagen, für jeden Toten einmal. 





 

Mittwoch, 18. Dezember 2019

So wurde Weihnachten zum Familienfest




Dokumentiert ist das Wort „Weihnachten“ erstmals im 12. Jahrhundert. Es leitet sich ab aus der mittelhochdeutschen Formulierung „ze wihen nath“. Dies bedeutet übersetzt „zu der geweihten Nacht“.

Im Mittelalter wurde Weihnachten öffentlich gefeiert: Weihnachtsmärkte, Festumzüge und Krippenspiele fanden auf den Straßen und in der Kirche statt. 

Die Familienweihnacht mit Tannenbaum und Festessen gibt es erst seit etwa 150 Jahren. Verschiedene Entwicklungen haben dazu geführt: Die öffentlichen Umzüge und auch das Aufstellen von Krippen wurden zur Zeit der Aufklärung vielerorts verboten - die Obrigkeit sah darin ein Zeichen von Aberglauben. So wurden die Weihnachtsbräuche im privaten Umfeld weiter gepflegt.

 Bild: Thomas Kincade

Zugleich entwickelte sich die Familie seit dem 18. Jahrhundert zum Ort der vertrauten Geselligkeit. Weihnachten wurde ihr wichtigstes Fest, an dem sich alle in Harmonie zusammenfinden sollten. Im Zentrum standen die Kinder. Sie wurden reich beschenkt, aber auch zum Wohlverhalten ermahnt. Das spiegelt sich bis heute in unseren Weihnachtsbräuchen: Die vielen süßen Belohnungen der Adventszeit gibt es nur dann, wenn die Kinder in den Wochen vor Weihnachten schön brav und artig sind...


Die Einführung des Weihnachtsfestes im 4. Jahrhundert ist vor allem als Versuch der Kirche zu sehen, die heidnischen Bräuche, die im Mittelalter noch weit verbreitet waren, in ihrem Sinne zu kanalisieren. Ganz gelungen ist es ihr aber nicht, denn es gibt nach wie vor z. B. den immergrünen Adventskranz und Weihnachtsbaum. 

Wusstet ihr übrigens, dass die Kerzen am Adventskranz früher umgekehrt angezündet wurden?  Man zündete zu Beginn der Zeit alle vier Kerzen an und mit den kürzer werdenden Tagen der folgenden Wochen löschte man jeweils eine Kerze, um so die zunehmende Kraft der Dunkelheit zu erfahren. So konnte man abschließend die Geburt des Lichts gebührend feiern.
Der Adventskranz stellt das Rad des ewigen Lebens und den Sieg des ewigen Lichts dar. Er hat etwas mit dem Ahnen- und Totenkult unserer Vorfahren zu tun, die wiederum ihre Ahnen in alten Zeiten aufsuchten, um Beistand, Hilfe und Segen zu erbitten.