Seid willkommen in meiner kleinen Welt! Tretet ein und schaut euch um.

Hier schreibe ich über alles, was mich bewegt, was mir wichtig ist und eine Rolle in meinem Leben spielt. Musik, Filme, Tiere, Mythen, Legenden, Sagen, altes Brauchtum, unsere Reisen und Ausflüge. Und auch einfach mal dummes Zeug. ;-)

Also tretet ein in meine kleine Welt, schaut euch in Ruhe um und wenn es euch gefällt, dann kehrt zurück.



Freitag, 6. Dezember 2019

Einen schönen Nikolaustag


Na, habt ihr heute eine Kleinigkeit im Stiefel gehabt? ;-) Oder seid ihr nicht brav gewesen? 

Das heutige Erscheinungsbild des Nikolaus, Santa Claus oder Weihnachtsmannes im roten Mantel haben wir übrigens Coca Cola zu verdanken. Erst seit der Werbung aus Amerika für das Getränk haben wir dieses Bild vom Nikolaus vor Augen. Der Heilige Nikolaus von Myra sah doch wohl etwas anders aus. ;-)




 

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Der Krampus kommt am 5. Dezember

Allerdings nicht überall, bei uns z. B. nicht. Überwiegend ist er eine Schreckensgestalt im Adventbrauchtum im Alpenraum, in Südbayern, der Oberpfalz, Südtirol usw. Er erscheint in Begleitung des Nikolauses überlicherweise am Abend des 5. Dezembers. 

Wie viele andere dämonische Gestalten des Alpenraums stammt er aus der vorchristlichen Zeit. In vielen Regionen hat sich die Gestalt des Krampus mit dem Perchtenbrauchtum vermischt.  

Den heute üblichen Brauch gibt es offenbar erst seit dem 17. Jahrhundert. Zur Zeit der Inquisition war es verboten, sich als teuflische Gestalt zu verkleiden. Darauf stand die Todesstrafe.
Der Nikolaus befragt und beschenkt die artigen und guten Kinder, während der Krampus die bösen und unartigen Kinder bestraft. Bei uns kann man das wohl am ehesten mit Knecht Ruprecht vergleichen.

Auch heute noch gibt es die Krampusläufe in vielen Regionen, parallel zum Perchtenlauf. Teilnehmen dürfen hier nur die wehrfähigen, unverheirateten Männer des Dorfes. Sie verkleiden sich als Krampus und ziehen mit lautem Glockengeläut durch die Straßen. 

 



 

Dienstag, 3. Dezember 2019

Der Barbaratag am 4. Dezember

Morgen ist der Tag der Heiligen Barbara und in letzter Zeit ist der Brauch der Barbarazweige wieder mehr in den Vordergrund gerückt. 

Dieser Brauch geht zurück auf Barbara von Nikomedien, eine Märtyrerin und Heilige aus dem 3. Jahrhundert. Noch heute wird Barbara als heilig verehrt, u.a. ist sie auch die Schutzpatronin der Bergleute.


In dem Gefängnis, in welches sie ihr Vater warf, um sie vom Christentum abzubringen, stellte Barbara einen abgebrochenen Zweig ins Wasser, der unterwegs an ihrem Kleid hängenblieb. Am Tag ihres Todes erblühte dieser Zweig laut Überlieferung wie durch ein Wunder. Die so genannten Barbarazweige werden daher seit Jahrhunderten am Tag der Heiligen Barbara aufgestellt, um dann bis Heiligabend zu blühen und auf diese Weise Leben, Licht und Freude in der dunklen Zeit des Jahres ins Zuhause zu bringen.

Am häufigsten werden Kirschzweige als Barbarazweige verwendet, weil die Kirschblüten besonders schön sind. Es gehen aber auch andere Obstbaumzweige, Haselnuss, Kastanie, Rotdorn oder Holunder. 



Viele glauben fest daran, dass während der Tage des Blühens das Glück ins Haus einkehrt und im kommenden Jahr positive Geschehnisse eintreffen werden. Tatsächlich ist es in manchen Kulturen auch üblich, dass junge Frauen mit mehreren Verehrern Barbarazweigen aufstellen und diesen die Namen der Verehrer zuordnen. Der Zweig, der als erstes aufblüht, weist schließlich den Weg zu dem richtigen Mann oder gar zum künftigen Bräutigam.

Den Brauch der Barbarazweige greift übrigens die Autorin Corina Bomann auch in ihrem Roman "Winterblüte" auf. 





Montag, 2. Dezember 2019

Willkommen im Julmonat

Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass mein letztes Posting über einen Monat zurückliegt. *schäm*
Und nun ist schon Dezember, der letzte Monat des Jahres ist angebrochen und die Wintersonnenwende ist auch nicht mehr weit. Dabei fängt der Winter ja lt. unserem Kalender gerade erst an.



Übrigens lautet der alte deutsche Name für Dezember Julmond, was ja schon auf das Julfest am 20./21.12. hindeutet. 
Heute heißt dieser Monat Dezember, da er nach dem römischen Kalender früher der zehnte Monat des Jahres war und auf Latein heißt zehn "decem".  

Mehr zum Julfest gibt es demnächst hier. 

 

Mittwoch, 30. Oktober 2019

Morgen ist Halloween

Wenn man an Halloween denkt, denkt man sicher zuerst an Kürbisse. 
Was viele vielleicht nicht wissen: eine Frucht ist besonders geeignet, Samhain zu verkörpern - der Holunder. Aus den Beeren kann man einen wunderbar schmeckenden Holunderlikör machen oder aber auch einen Saft für die kalte Jahreszeit.
Der Holunder ist der Frau Holle heilig, der großen Göttin des Lebens und des Todes. Der Holunderbaum ist ein Zugang zu den verstorbenen Ahnen, denn er ist ein Schwellenbaum.
Frau Holle ist auch die Herrin der Geister, Elfen und Elementarwesen. Das sind ja auch besonders die Wesen, die an Samhain in den sogenannten "Feenhügeln" wahrgenommen werden können.



Wie kann man nun Samhain oder Halloween verbringen, wenn man nicht auf Horrorparties steht? Nun, vielleicht mit einem Schluck Holunderlikör verstorbenen Menschen gedenken?
Das ist ein besonderer Abend, wo man Oma, Opa, Tante, Onkel, vielleicht auch schon Vater und Mutter gedenken kann. Vielleicht schaut ihr euch alte Fotoalben an und lasst einfach Erinnerungen hochkommen. Erzählt euch Geschichten und Anekdoten.

Ein weiteres schönes Ritual ist folgendes: Ihr geht an einen Fluss oder Bach, nehmt einen Gegenstand, der als kleines Boot oder Schiff dient und lasst mit diesem Gefährt symbolisch Erinnerungen auf dem Gewässer davontreiben. So kann man alte Dinge loswerden, die einen belasten und man geht gelöster in das neue Jahr. 

Wir bekommen Besuch von Freunden, essen und trinken zusammen und werden auch ganz viele Lichter entzünden. Natürlich wird auch der Eingang ein bisschen geschmückt. 

Wie auch immer ihr feiert, ich wünsche euch viel Freude dabei. 






Mittwoch, 23. Oktober 2019

Halloween - Ein Fest zu Ehren der Ahnen

Bei den Kelten war der 1. November der Tag des Winteranfangs, deswegen nennt man Samhain auch Keltisches Silvester. Samhain bedeutet im Irischen "Ende des Sommers" abgeleitet vom Altirischen Samfuin. Sam steht für Sommer und Fuin für Sonnenuntergang bzw. Ende. Ausgesprochen wird das gälische Wort Sa-u-in.


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Auf jeden Fall ist Samhain oder Halloween ein Fest der Toten. In dieser Nacht zum 1. November sind die Grenzen zwischen den Welten sehr durchlässig, so dass die Verstorbenen auf der Erde wandeln und auch ihre lebenden Verwandten besuchen können. Um ihnen den Weg zu weisen, stellte man Kerzen in die Fenster. Später wurden daraus die ausgehöhlten, erleuchteten Kürbisse. 
Es war so, dass zu Ehren der Toten ein Fest gefeiert wurde, der Tisch wurde feierlich gedeckt und auch für die Verstorbenen gab es Plätze. Man erzählte sich Geschichten, es wurden Erinnerungen ausgetauscht und so wurden die Toten fast wieder lebendig. Ein schöner Gedanke, finde ich. 


Hier ein kleiner lyrischer Versuch:


Wenn Geister durch die Straßen ziehen,
 ja, dann ist wieder Halloween. 
Macht Euch bereit, bald ist's soweit. 
All Hallows Eve wird diese Nacht genannt, 
sie ist auch als Samhain bekannt.
 Entzündet ein Licht und fürchtet euch nicht.

Wenn der Tag versinkt und die Nacht beginnt,
wenn die Grenzen fallen und die Nebel wallen,
wenn Geister durch die Straßen ziehen,
ja, dann ist wieder Halloween. 


Bild: Amy Brown









Montag, 21. Oktober 2019

Halloween und der Kürbis

Was hat der Kürbis mit Halloween zu tun? Zum Einen natürlich ist es für mich DAS Herbstgemüse überhaupt. Ich habe selbst schon einiges ausprobiert und es gibt ja auch viele Varianten, als Gemüse, als Suppe, mit Nudeln, als Marmelade, als Kuchen...Schade, dass die Kürbiszeit nur so kurz ist. *g*




Die irischen Auswanderer brachten die Bräuche von Samhain damals in die Neue Welt (Amerika) und nach und nach kamen diese in den letzten Jahren in veränderter Form wieder zurück nach Europa. 
Wie das Fest Samhain selbst stammt auch der Brauch der Kürbislaternen aus Irland.
Man erzählt dort die Geschichte von Jack O., einem Betrüger und Trinker, der zu Lebzeiten nur Böses tat. Durch eine List soll Jack O. den Teufel auf einen Baum gelockt und dann in den Stamm ein Kreuz geritzt haben, wodurch der Teufel auf dem Baum gefangen war. Jack versprach ihm, ihn herunter zu lassen, wenn er ihn nie wieder behelligen würde.
Als Jack später starb, verwehrte ihm der Himmel aufgrund der vielen schlechten Taten den Zutritt und auch in der Hölle fand Jack keinen Platz, da er den Teufel ja übers Ohr gehauen hatte. Der Teufel hatte allerdings ein wenig Erbarmen mit Jack und gab ihm ein Stück glühende Kohle in einer Rübe, mit der er durch die Finsternis zwischen Himmel und Hölle wandern konnte.


Allgemein wurde zur damaligen Zeit aus dieser Geschichte abgeleitet, dass man mit solch einer Rübe die Geister und Dämonen abschrecken könnte. Zu Zeiten der aktiven Ausübung des Halloween Brauches in Irland wurden auch weiterhin Rüben verwendet. Später, als der Brauch nach Amerika kam, fand man im Übermaß Kürbisse, die sich auf Grund der Größe für diesen Zweck sogar noch besser eigneten.
Um die bösen Geister auch sicher abzuschrecken, wurden hässliche Fratzen in den Halloween Kürbis geschnitzt. Wegen des Zusammenhanges mit der Geschichte des Jack O. wird der Halloween Kürbis im englischsprachigen Raum auch oft "Jack O Lantern" genannt.





Freitag, 18. Oktober 2019

Noch zwei Wochen bis Samhain



Am 31. Oktober wird Halloween gefeiert, auch Samhain genannt. Halloween leitet sich übrigens ab von All Hallows Eve, dem Abend vor Allerheiligen. In Wales heißt es Nos Calan Gaeaf. 



Eigentlich ist es ein Gedenkfest für unsere Ahnen, aber leider ist es ja in den letzten Jahren mehr und mehr zu einem Horrorspektakel geworden, woran Hollywood sicher auch nicht ganz unschuldig ist. Mir gefällt der Ursprung viel besser, aber ich fürchte irgendwann wird niemand mehr die eigentliche Bedeutung von Halloween kennen. Um so mehr, weil in unserem Land ja immer mehr andere Kulturen vermischt werden.  

An Samhain, so glaubten die Kelten, wird das Tor zur Anderswelt geöffnet und die Toten kommen auf die Erde, um ihre noch lebenden Verwandten zu besuchen. Diese wurden mit Lichtern und Leckereien willkommen geheißen. Und gleichzeitig sollten sie so auch besänftigt werden, denn einige glaubten auch, dass die Geister kommen, um sich an den Lebenden zu rächen oder um sich einen neuen Körper zu suchen. Um sich zu schützen oder auch um die bösen Geister zu verjagen, verkleideten die hinterbliebenen Verwandten  sich in einem totenähnlichen, abschreckenden Kostüm. Diese Traditionen haben sich bis heute gehalten, in Form von gruseligen Verkleidungen, ausgehöhlten leuchtenden Kürbissen und kleinen Gaben. Daher kommt auch das "Gib uns Süßes, sonst gibt's Saures" (Trick or Treat).




Freitag, 4. Oktober 2019

Unser schönster Tag :-)

Nun ist es schon fast einen Monat her, seit wir im Pilsumer Leuchtturm geheiratet haben. Vor ein paar Tagen kamen dann auch unsere Fotos an. Sie sind wirklich ganz toll werden.

Hier ein paar Beispiele:



























Vielen Dank an unsere tolle und geduldige Fotografin: Susanne Güttler Fotografie