Seid willkommen in meiner kleinen Welt! Tretet ein und schaut euch um.

Hier schreibe ich über alles, was mich bewegt, was mir wichtig ist und eine Rolle in meinem Leben spielt. Musik, Filme, Tiere, Mythen, Legenden, Sagen, altes Brauchtum, unsere Reisen und Ausflüge. Und auch einfach mal dummes Zeug. ;-)

Also tretet ein in meine kleine Welt, schaut euch in Ruhe um und wenn es euch gefällt, dann kehrt zurück.



Mittwoch, 30. Oktober 2019

Morgen ist Halloween

Wenn man an Halloween denkt, denkt man sicher zuerst an Kürbisse. 
Was viele vielleicht nicht wissen: eine Frucht ist besonders geeignet, Samhain zu verkörpern - der Holunder. Aus den Beeren kann man einen wunderbar schmeckenden Holunderlikör machen oder aber auch einen Saft für die kalte Jahreszeit.
Der Holunder ist der Frau Holle heilig, der großen Göttin des Lebens und des Todes. Der Holunderbaum ist ein Zugang zu den verstorbenen Ahnen, denn er ist ein Schwellenbaum.
Frau Holle ist auch die Herrin der Geister, Elfen und Elementarwesen. Das sind ja auch besonders die Wesen, die an Samhain in den sogenannten "Feenhügeln" wahrgenommen werden können.



Wie kann man nun Samhain oder Halloween verbringen, wenn man nicht auf Horrorparties steht? Nun, vielleicht mit einem Schluck Holunderlikör verstorbenen Menschen gedenken?
Das ist ein besonderer Abend, wo man Oma, Opa, Tante, Onkel, vielleicht auch schon Vater und Mutter gedenken kann. Vielleicht schaut ihr euch alte Fotoalben an und lasst einfach Erinnerungen hochkommen. Erzählt euch Geschichten und Anekdoten.

Ein weiteres schönes Ritual ist folgendes: Ihr geht an einen Fluss oder Bach, nehmt einen Gegenstand, der als kleines Boot oder Schiff dient und lasst mit diesem Gefährt symbolisch Erinnerungen auf dem Gewässer davontreiben. So kann man alte Dinge loswerden, die einen belasten und man geht gelöster in das neue Jahr. 

Wir bekommen Besuch von Freunden, essen und trinken zusammen und werden auch ganz viele Lichter entzünden. Natürlich wird auch der Eingang ein bisschen geschmückt. 

Wie auch immer ihr feiert, ich wünsche euch viel Freude dabei. 






Mittwoch, 23. Oktober 2019

Halloween - Ein Fest zu Ehren der Ahnen

Bei den Kelten war der 1. November der Tag des Winteranfangs, deswegen nennt man Samhain auch Keltisches Silvester. Samhain bedeutet im Irischen "Ende des Sommers" abgeleitet vom Altirischen Samfuin. Sam steht für Sommer und Fuin für Sonnenuntergang bzw. Ende. Ausgesprochen wird das gälische Wort Sa-u-in.


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Auf jeden Fall ist Samhain oder Halloween ein Fest der Toten. In dieser Nacht zum 1. November sind die Grenzen zwischen den Welten sehr durchlässig, so dass die Verstorbenen auf der Erde wandeln und auch ihre lebenden Verwandten besuchen können. Um ihnen den Weg zu weisen, stellte man Kerzen in die Fenster. Später wurden daraus die ausgehöhlten, erleuchteten Kürbisse. 
Es war so, dass zu Ehren der Toten ein Fest gefeiert wurde, der Tisch wurde feierlich gedeckt und auch für die Verstorbenen gab es Plätze. Man erzählte sich Geschichten, es wurden Erinnerungen ausgetauscht und so wurden die Toten fast wieder lebendig. Ein schöner Gedanke, finde ich. 


Hier ein kleiner lyrischer Versuch:


Wenn Geister durch die Straßen ziehen,
 ja, dann ist wieder Halloween. 
Macht Euch bereit, bald ist's soweit. 
All Hallows Eve wird diese Nacht genannt, 
sie ist auch als Samhain bekannt.
 Entzündet ein Licht und fürchtet euch nicht.

Wenn der Tag versinkt und die Nacht beginnt,
wenn die Grenzen fallen und die Nebel wallen,
wenn Geister durch die Straßen ziehen,
ja, dann ist wieder Halloween. 


Bild: Amy Brown









Montag, 21. Oktober 2019

Halloween und der Kürbis

Was hat der Kürbis mit Halloween zu tun? Zum Einen natürlich ist es für mich DAS Herbstgemüse überhaupt. Ich habe selbst schon einiges ausprobiert und es gibt ja auch viele Varianten, als Gemüse, als Suppe, mit Nudeln, als Marmelade, als Kuchen...Schade, dass die Kürbiszeit nur so kurz ist. *g*




Die irischen Auswanderer brachten die Bräuche von Samhain damals in die Neue Welt (Amerika) und nach und nach kamen diese in den letzten Jahren in veränderter Form wieder zurück nach Europa. 
Wie das Fest Samhain selbst stammt auch der Brauch der Kürbislaternen aus Irland.
Man erzählt dort die Geschichte von Jack O., einem Betrüger und Trinker, der zu Lebzeiten nur Böses tat. Durch eine List soll Jack O. den Teufel auf einen Baum gelockt und dann in den Stamm ein Kreuz geritzt haben, wodurch der Teufel auf dem Baum gefangen war. Jack versprach ihm, ihn herunter zu lassen, wenn er ihn nie wieder behelligen würde.
Als Jack später starb, verwehrte ihm der Himmel aufgrund der vielen schlechten Taten den Zutritt und auch in der Hölle fand Jack keinen Platz, da er den Teufel ja übers Ohr gehauen hatte. Der Teufel hatte allerdings ein wenig Erbarmen mit Jack und gab ihm ein Stück glühende Kohle in einer Rübe, mit der er durch die Finsternis zwischen Himmel und Hölle wandern konnte.


Allgemein wurde zur damaligen Zeit aus dieser Geschichte abgeleitet, dass man mit solch einer Rübe die Geister und Dämonen abschrecken könnte. Zu Zeiten der aktiven Ausübung des Halloween Brauches in Irland wurden auch weiterhin Rüben verwendet. Später, als der Brauch nach Amerika kam, fand man im Übermaß Kürbisse, die sich auf Grund der Größe für diesen Zweck sogar noch besser eigneten.
Um die bösen Geister auch sicher abzuschrecken, wurden hässliche Fratzen in den Halloween Kürbis geschnitzt. Wegen des Zusammenhanges mit der Geschichte des Jack O. wird der Halloween Kürbis im englischsprachigen Raum auch oft "Jack O Lantern" genannt.





Freitag, 18. Oktober 2019

Noch zwei Wochen bis Samhain



Am 31. Oktober wird Halloween gefeiert, auch Samhain genannt. Halloween leitet sich übrigens ab von All Hallows Eve, dem Abend vor Allerheiligen. In Wales heißt es Nos Calan Gaeaf. 



Eigentlich ist es ein Gedenkfest für unsere Ahnen, aber leider ist es ja in den letzten Jahren mehr und mehr zu einem Horrorspektakel geworden, woran Hollywood sicher auch nicht ganz unschuldig ist. Mir gefällt der Ursprung viel besser, aber ich fürchte irgendwann wird niemand mehr die eigentliche Bedeutung von Halloween kennen. Um so mehr, weil in unserem Land ja immer mehr andere Kulturen vermischt werden.  

An Samhain, so glaubten die Kelten, wird das Tor zur Anderswelt geöffnet und die Toten kommen auf die Erde, um ihre noch lebenden Verwandten zu besuchen. Diese wurden mit Lichtern und Leckereien willkommen geheißen. Und gleichzeitig sollten sie so auch besänftigt werden, denn einige glaubten auch, dass die Geister kommen, um sich an den Lebenden zu rächen oder um sich einen neuen Körper zu suchen. Um sich zu schützen oder auch um die bösen Geister zu verjagen, verkleideten die hinterbliebenen Verwandten  sich in einem totenähnlichen, abschreckenden Kostüm. Diese Traditionen haben sich bis heute gehalten, in Form von gruseligen Verkleidungen, ausgehöhlten leuchtenden Kürbissen und kleinen Gaben. Daher kommt auch das "Gib uns Süßes, sonst gibt's Saures" (Trick or Treat).




Freitag, 4. Oktober 2019

Unser schönster Tag :-)

Nun ist es schon fast einen Monat her, seit wir im Pilsumer Leuchtturm geheiratet haben. Vor ein paar Tagen kamen dann auch unsere Fotos an. Sie sind wirklich ganz toll werden.

Hier ein paar Beispiele:



























Vielen Dank an unsere tolle und geduldige Fotografin: Susanne Güttler Fotografie 






Dienstag, 1. Oktober 2019

Tschüs September, hallo Oktober!




Und schon ist es soweit und das letzte Quartal des Jahres 2019 hat begonnen. Und auch das Wetter hat nun gemerkt, dass eigentlich Herbst ist und Tief Mortimer hat ja schon gezeigt, was es so kann.

Ich selbst hoffe doch sehr, dass es auch noch einen Goldenen Oktober geben wird und sich die Natur in all seinen Farben des Herbstes zeigen wird.  
Dank des Feiertages in dieser Woche habe ich ein langes Wochenende und eigentlich geplant, noch mal ein wenig im Garten zu arbeiten. Mal sehen, ob das Wetter in den nächsten Tagen mitspielt.



Übrigens beginnt am 1. Oktober auch die Fledermausschutzzeit. Von jetzt an bis zum 31. März 2020 dürfen potenzielle Überwinterungsquartiere der fliegenden Nager nicht mehr betreten werden.  
Und heute vor 1060 Jahren wurde König Edgar auch in Wessex als Herrscher anerkannt und wurde somit erstmals König von ganz England.

Und Ende des Monats ist auch schon wieder Samhain oder Halloween. 







Mittwoch, 25. September 2019

London - ein paar Eindrücke


England und besonders London ist immer eine Reise wert. Und deswegen haben wir vom 19.-22.09. auch einen Städtetrip auf die britische Insel gemacht. Von der Fähre konnten wir schon lange vorher die weißen Kreidefelsen von Dover sehen und die Vorfreude wurde immer größer.  



Unten seht ihr Dover Castle.





Der Hafen von Dover. Und hier dürfen natürlich auch die Möwen nicht fehlen.


Am 2. Tag stand eine eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Leider wurde diese sehr eingeschränkt durch die Demonstrationen mitten in London. Oben sehr ihr die Royal Albert Hall.

Die nachfolgenden Fotos entstanden bei einer kleinen Bootsfahrt auf der Themse.

Oben natürlich der Tower und in der Mitte der White Tower, der älteste Teil der Festung.

Unten das "Verrätertor". Wer als Gefangener von der Themse hier in den Tower gebracht wurde, der wusste, er würde diesen Ort nicht mehr lebend verlassen. 

Oben ein Blick auf die Tower Bridge, ein verhältnismäßig "junges" Gebäude im Stadtbild von London. 

Unten die St. Paul's Cathedral, wo z. B. Prinz Charles und Diana getraut wurden. 

Oben das Parlamentsgebäude mit dem berühmten Glockenturm. Die meisten nennen den Turm Big Ben, was nicht ganz richtig ist, denn eigentlich trägt nur die Glocke im Inneren diesen Namen. 

Unten das London Eye. Von hier soll man einen herrlichen Blick haben bei klarem Wetter. Aber das zu testen war uns die 30 Pfund, ehrlich gesagt, nicht wert. 

Unten die Westminster Abbey, die heute keine Abteil mehr ist. Sie ist aber die wichtigste und älteste Krönungskirche Englands. Hier sind fast alle englischen Königinnen und Könige begraben. Außerdem viele andere berühmte Persönlichkeiten, wie Lord Byron und andere Poeten. Leider darf man in der Kirche keine Fotos machen. :-(

Die nachfolgenden Fotos wurden am Buckingham Palast gemacht.



Oben seht ihr die Statue für Admiral Lord Nelson, die am Trafalgar Square steht. 



Unten die London County Hall an der Themse

Unten einer berühmtesten Pubs von London: The Albert. Benannt nach dem Ehemann von Königin Victoria.

Hier noch einmal Fotos von der Westminster Abbey


Nachfolgend Fotos aus dem Tower of London, erbaut im 11. Jahrhundert von William dem Eroberer. Nach und nach bauten die jeweils regierenden Könige Teile dazu. Seit 1988 gehört der Tower zum Weltkulturerbe.

Oben die Kapelle von König Henry VI. Er galt als schwacher König. Heute würde man wohl sagen, er litt unter Depressionen. Im Rosenkrieg der Häuser York und Lancaster geriet er in Gegangenschaft von Edward IV. und wurde in dieser Kapelle ermordet. Mit ihm starb die direkte Linie der Lancaster und die Nebenlinie der Tudors kam mit König Henry VII. an die Macht. 


Unten: Einer der brühmten sieben Raben im Tower. Die Legende besagt, wenn es keine Raben mehr im Tower gibt, wäre das der Untergang der englischen Monarchie.

Unten: Der Jewel Tower. Hier werden die Kronjuwelen aufbewahrt.

Oben wird die Geschichte der beiden im Tower verschwundenen Prinzen erzählt. Es handelt sich um Edward V. von England und Richard of Shrewbury. Die Söhne von Edward IV. und Elizabeth Woodville wurden durch den Parlamentsakt Titulus Regius für illegitim erklärt.  König Richard III., ihr Onkel, brachte die Kinder in den Tower und im Sommer 1483 verliert sich die Spur. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Richard seine Neffen ermorden ließ.
 
Oben: Die Rüstung von König Henry VIII. Bekannt wurde der englische König vor allen wegen seiner sechs Ehefrauen, von denen einige den Kopf verloren. Anne Boleyn konnte ihm keinen Sohn gebären, was ihr Todesurteil war. Trotzdem wurde später ihre gemeinsame Tochter Elizabeth I. Königin von England.

Die St. John's Kapelle im White Tower wird auch heute noch von den Bewohnern des Tower für Gottesdienste genutzt. 
Unten noch einmal das Traitors Gate im Inneren des Tower. 

Traurige Berühmtheit erlangte die Pudding Lane im Jahr 1666. Hier brach in einer königlichen Backstube ein Feuer aus und es breitete sich so rasch aus, dass vier Fünftel der City of London zerstört wurden. Das "Monument" erinnert als Mahnmal an die Katastrophe.

Unten die London Bridge. Hier wurden zur Warnung für alle Bürger die Köpfe der im Tower Hingerichteten aufgespießt.

Unten ein Blick über die Themse auf die Southwark Cathedral