Seid willkommen in meiner kleinen Welt! Tretet ein und schaut euch um.

Im Prinzip schreibe ich über alles, was mich bewegt, was mir wichtig ist und eine Rolle in meinem Leben spielt. Musik, Filme, Tiere, Mythen, Legenden, Sagen, unsere Reisen und Ausflüge, meine Familienforschung. Und auch einfach mal dummes Zeug. ;-)

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Mittwoch, 8. Juni 2016

Urlaub in Südengland, Tag 3 und 4

31. Mai - 01. Juni 2016

Um 9 Uhr morgens verließen wir Bournemouth mit dem Reiseleiter Rainer Richtung Salisbury. Er ist gebürtiger Deutscher, lebt aber seit vielen Jahren bereits in England und kennt sich bestens aus und unterhielt uns während der Fahrt mit kleinen Geschichten. Unterwegs hielten wir am ältesten Haus aus der Tudorzeit, welches auf dem Weg lag. Das bedeutet, es stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Heute ist dort ein indisches Restaurant und unverständlicherweise steht das Haus nicht unter Denkmalschutz.



In Salisbury führte der Weg erst einmal zur bekannten Kathedrale und ich muss sagen, die 5 Pfund Eintritt waren es auf jeden Fall wert. Sie wurde in nur 60 Jahren errichtet, was eine Seltenheit ist, denn so unterliegt sie nur einem einzigen Baustil. Leicht zu merken ist die Höhe des höchsten Kirchturmes: 123 Meter. Dieser kam im Jahr 1330 dazu. 




 Sehr viele berühmte Namen der Geschichte findet man in der Kathedrale.




Das benachbarte Kapitelhaus wurde nach Vorbild der Westminster Abbey erbaut und in ihm findet man etwas ganz Wichtiges der englischen Geschichte: eines der vier Originale der Magna Charta. Ein Vertrag, mit dem König John im Jahr 1215 Adelsprivilegien schriftlich garantierte. Sie darf besichtigt, aber nicht fotografiert werden, um sie auch weiterhin zu erhalten. 

Salisbury ist für englische Verhältnisse übrigens keine alte Stadt, wie uns Reiseleiter Rainer augenzwinkernd mitteilte. Und ursprünglich hieß der Ort Old Sarum und lag etwa 3 Kilometer nordwestlich vom heutigen Standort. Mit den Jahren wurde die Enge der alten Siedlung jedoch immer bedrückender, die Wasserversorgung der Bewohner konnte nicht sichergestellt werden usw. Und im Jahre 1220 befahl Bischof Richard Poore die Errichtung einer neuen Stadt am Fuß des Hügels: Salisbury.




Nach dem Mittag setzten wir dann unsere Fahrt fort in Richtung Stonehenge. Ich habe die berühmten Steine ja schon mal vor ein paar Jahren besucht und fand es damals schon sehr schade, dass es zu einer solchen Hochburg des Tourismus geworden ist. Jetzt hatte ich den Eindruck, es ist noch schlimmer geworden, denn es ist ein neues Besucherzentrum entstanden und man wird mit Shuttlebussen zu den Steinen hingefahren. Für mich hat dieser Ort dadurch leider einen großen Teil des ursprünglichen Mythos und seiner Magie verloren. Sicher, es war immer noch beeindruckend, sich Stonehenge anzusehen, aber man kann es einfach nicht in Ruhe tun und das Ganze auf sich wirken lassen.






Als wir dann wieder in unseren Reisebus stiegen, fing es leider an zu regnen. Auf dem Programm stand dann noch eine Fahrt durch den New Forest, ein wunderschönes, grünes Waldgebiet. Dort liegt auch der kleine Ort Lyndhurst, wo der Schriftsteller Lewis Carroll lebte und durch das Grab eines jungen Mädchen zur Geschichte "Alice im Wunderland" inspiriert wurde. 




Nach diesem ereignisreichen Tag fuhren wir zurück ins Wessex Hotel in Bournemouth und wurden mit einem leckeren Abendessen belohnt. Da es immer noch regnete, verbrachten wir den Abend im Hotel

Am nächsten Morgen verließen wir um 8:15 Uhr die schöne Stadt Bournemouth und fuhren nach Exeter. Es war wieder trocken und die Sonne kam langsam heraus.
Exeter ist die Hauptstadt der Grafschaft Devon und wurde etwa im Jahr 200 von den Römern gegründet. Reste der damaligen Stadtmauer sind heute noch zu besichtigen.






Natürlich stand dann auch hier die Besichtigung der Kathedrale auf dem Programm, die von außen wirklich sehr beeindruckend ist. Sie ist im Decorated Style erbaut, der Vollendung der englischen Hochgothik. Die Ursprünge stammen aus der normannischen Zeit zu Beginn des 12. Jahrhunderts. Statuen von Aposteln und Engeln, sächsischen und normannischen Königen rahmen die kleinen Portale der Westfassade. 






Ansonsten hat mich die Stadt Exeter nicht sehr beeindruckt. Ich habe sie mehr als Einkaufsstadt empfunden und für Shoppingwütige bietet sie sicher einiges. 

Da waren wir froh, dem Trubel zu entkommen, denn nach dem Mittag ging es hinaus in die Einsamkeit des Dartmoor Nationalparks und bis auf die Hochebene des Hochmoors. Natürlich muss man da direkt an Arthur Conan Doyle's "Hund von Baskerville" denken und wenn man ganz still ist, kann man ihn vielleicht sogar in der Ferne heulen hören...










Neben den vielen Schafherden leben hier auch die mehr oder wenigen wilden Dartmoor Ponies. um 1950 waren es noch 30.000, heute schätzt man etwa 3000. Es gibt keine Zäune und die Tiere kommen auch auf die Straßen, einfach nur schön. Aber natürlich auch gefährlich. 

Im Dartmoor liegt auch der kleine Ort Postbridge mit seiner berühmten Steinbrücke, über die früher die Ponies die Post trugen. 







Nach einem kurzen Aufenthalt ging es dann weiter zu unserem nächsten Hotel nach Newquay in Cornwall. Hier blieben wir zwei Nächte. Und diese Aussicht hatten wir direkt vor dem Haus, wir mussten nur einmal über die Straße:




Fortsetzung folgt....


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