Montag, 23. Mai 2011

Rezension: Belladonna von Karin Slaughter


Knapp eine Woche habe ich für das Buch gebraucht, das ist für mich relativ schnell. Also ein gutes Zeichen, dass es flüssig zu lesen und auch spannend geschrieben ist.

Zum Inhalt:
Sara Linton, Kinderärztin und Gerichtspathologin, findet Sybil Adams verblutend auf der Toilette eines Restaurants. Zwei tiefe Schnitte in ihrem Bauch bilden ein tödliches Kreuz. Dass Sybil blind und damit so gut wie wehrlos war, macht den brutalen Mord noch entsetzlicher. Das Motiv für die Tat ist völlig unklar. Als nur ein paar Tage später eine weitere junge Frau gekreuzigt aufgefunden wird, begreift Sara, dass in der bisher so friedlichen Stadt ein sadistischer Serienmörder lauert...

Wie gesagt, spannend und somit für Thriller- und Krimifans durchaus empfehlenswert. 
Viele Leser beschreiben es als "blutig" und "brutal". Das ist es ganz sicher, aber ehrlich gesagt fand ich Cody MacFadyens "Blutlinie" da blutiger und nervenzerreißender.

Zu den Hauptpersonen:
Sara Linton ist Ende 30 und arbeitet als Kinderärztin und Pathologin. Dadurch begegnet sie beruflich immer wieder ihrem Ex-Mann Jeffrey Tolliver, dem Polizeichef von Grant. Sie hatte sich damals von ihm getrennt, weil er sie betrogen hat. Was er wiederum nur gemacht hat, um sie wachzurütteln, da die beiden nur nebeneinander her gelebt haben und Sara so selbständig war, dass er das Gefühl hatte, sie brauchte ihn überhaupt nicht.

Achtung Spoiler: 
Was Jeffrey und somit auch der Leser erst im Laufe des Buches erfahren und Saras Verhalten ein wenig erklären: Sie wurde selbst vor 12 Jahren vergewaltigt und erhält seitdem jedes Jahr zum "Jahrestag" eine Postkarte vom Täter.

Nicht ganz verstehen konnte ich Saras durchweg abweisendes Verhalten gegenüber ihrem Ex-Mann, da er immer wieder beteuert, dass er sie noch liebt und zurück haben möchte.

Die Morde bzw. die Szenen, wenn die Frauen in der Gewalt des Täters sind, hat Karin Slaughter sehr anschaulich beschrieben, man fühlt mit den Opfern und auch Sara mit. Auch die Szene mit Julia Matthews und Lena Adams im Krankenhaus sorgt für Gänsehaut.

Allerdings....entweder habe ich schon zu viele Krimis gelesen oder tatsächlich eine detektivische Ader, denn ich ahnte schon recht früh, wer der Täter ist.

Sonntag, 22. Mai 2011

Ein schöner Tag

Das war gestern fast wie Urlaub. Wir waren in Münster auf dem Flohmarkt, bin dafür sogar um 7:30 Uhr  aufgestanden und das am Samstag! :-)
Gegen zehn Uhr waren wir dann in Münster auf dem großen Flohmarkt an der Promenade. Das Wetter spielte auch mit.
Ich habe sogar Schnäppchen gemacht und zwei Bücher zum Preis von jeweils 1 Euro ergattert, zwei historische Krimis. 

Ariana Franklin: Die Teufelshaube
Silvia Klaffke: Das rote Licht des Mondes

Dann ging es noch in die Innenstadt von Münster und erstmal was essen. Dann noch ein bisschen bummeln. Natürlich konnte ich an den Buchläden nicht vorbei gehen. Und es gab nochmal zwei Bücher.
Syrie James: Dracula, my love
Edgar Allan Poe: Erzählungen

Nach einem leckeren Caramel-Frappuccino bei einer bekannten amerikanischen Kaffeekette fuhren wir nach Hause.

Abends wurde dann bei Freunden gegrillt.

Ein rundum gelungener Tag. :-)

Dafür regnets heute....aber ich hab ja genug zu lesen *grins*

Freitag, 20. Mai 2011

Getrübte Freude

Ja, dachte ich gestern, endlich ist er da. Der neue Band aus der Anita Blake Reihe von Laurell K. Hamilton: "Jägerin des Zwielichts".
Und was ist? Das Original "Narcissus in Chains" wurde vom deutschen Verlag mal wieder geteilt. Der zweite Teil kommt im Oktober unter dem Titel "Nacht der Schatten" raus.
Das war ja schon beim letzten Mal so und von Black Dagger kenne ich das auch.

Begründung des Verlages: Das Original sei zu umfangreich und die Veröffentlichung in einem Band sei zu teuer bzw. der Verkaufspreis wäre dann zu hoch.
Ist klar, jetzt kosten beide Bücher Stück 9,90 Euro. Das Buch als Gesamtroman hätte vielleicht 14,90 oder 16,90 Euro gekostet.

Ich finde das echt ägerlich. Außerdem habe ich bis Oktober doch schon wieder vergessen, was in Teil 1 passiert ist. Bin schließlich nicht mehr die Jüngste....

Samstag, 14. Mai 2011

Rezension "Kinder des Judas" von Markus Heitz





Zum Inhalt:
Leipzig im Jahr 2006. Sie ist die gute Seele des Krankenhauses. Sie steht denen bei, die in ihren letzten Stunden nicht allein sein sollen. Jeder, der die junge Frau am Bett eines Sterbenden wachen sieht, wird sie für einen Engel halten. Denn niemand weiß, wer sie wirklich ist … Jung sein, schön, gesund – und das bis in alle Ewigkeit: Was sich für viele nach einem Traum anhört, ist für Sia schon vor langer Zeit zum Fluch geworden. Sie sehnt sich nur nach einem: einschlafen und nie wieder aufwachen müssen. Doch das darf sie nicht. Zu groß ist die Schuld, die Sia auf sich geladen hat, zu groß die Verantwortung, die sie gegenüber der Menschheit trägt. Um den Schmerz zu lindern, schreibt Sia in einer langen, einsamen Nacht ihre Geschichte nieder. Sie beginnt 1670 und erzählt von einem kleinen Mädchen, das in die dunklen Machenschaften der »Kinder des Judas« verwickelt wurde, jenes mächtigen Bündnisses von Wissenschaftlern – und Vampiren! 

Das Buch stand schon sehr lange in meinem Regal, irgendwie hatte ich mich nie dazu durchringen können, es zu lesen.
Dann habe ich es mir nochmal vorgenommen und das Nachwort von Markus Heitz zum Thema Vampir gelesen und fand das äußerst interessant. Er berichtet von Legenden und Geschichten von Vampiren oder Upiren aus Osteuropa und vom Balkan. Die Menschen dort glaubten ganz fest daran, dass es diese Wesen gab und auch immer noch gibt. Die Begräbnisrituale sind auch überwiegend heute noch so, dass die Toten nicht als Vampire aus dem Grab zurückkehren und ihre Familien heimsuchen können. 

Natürlich handelt es sich bei "Kinder des Judas" um einen fiktiven Roman, aber Markus Heitz hat, wie auch schon bei "Ritus" und "Sanctum", Mythen und Legenden gekonnt einfließen lassen.  

Schnell wird dem Leser klar, dass das Mädchen, dessen Geschichte hier erzählt wird, die der Vampirin Sia selbst ist.  Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, im Jahr 2006 in Leipzig und Serbien und zu Ende des 17. und Beginn des 18. Jahrhunderts,  zunächst im von Türken besetzten Serbien, später unter der Besatzung der Österreicher. Skylla lebt also nie in einem freien Land, genau wie sie selbst auch nie frei ist. Als sie klein ist, wird ihre Mutter von den Türken ermordet und sie wächst bei ihrem Vater auf, den sie bis dahin nie gesehen hat. Aber langsam baut sie Vertrauen zu dem seltsamen Mann auf, der in einer alten Mühe nahe Belgrad lebt und den sie immer nur nachts zu Gesicht bekommt. Er lehrt sie medizinisches Wissen, alles über die menschliche Anatomie und Natur. Sie hält ihn für einen großen Forscher und eifert ihm nach. Bald ist auch sie perfekt darin, menschliche Leichen zu sezieren und zu untersuchen. Er lässt sie glauben, er tut das alles zum Wohle der Menschheit und um Krankheiten zu erforschen und zu heilen. Später stellt sich heraus, dass er nur ein Mittel für Ewige Jugend sucht.
Eines Nachts beobachtet Skylla ein geheimnisvollen Treffen in der Mühle, edel aussehende Männer und Frauen, alle mit denselben weißen Perücken wie ihr Vater sie trägt. Was hat das zu bedeuten?
Sie ahnt nicht, dass sie bald selbst zu dieser Vereinigung, dieser "Cognatio" gehören soll, denn sie selbst hat das Blut eines Vampirs in sich. Ihr Vater ist ein "Kind des Judas" und auch Skylla soll eines werden.
Aber es kommt anders.

In der Gegenwart hat Skylla es sich zur Aufgabe gemacht, auf ihre Nachkommen aufzupassen. Denn sie muss verhindern, dass diese nach ihrem Tod zu einem gefährlichen Upir werden.


Markus Heitz gelingt es, den Spannungsbogen ständig aufrecht zu erhalten, bis es zum entscheidenden Showdown zwischen Skylla und ihrem Erzfeind Marek kommt. Dieser trägt die Schuld, dass ihre einzige große Liebe damals sterben musste und das hat sie ihm nie verziehen.


Teilweise ist die Geschichte sehr brutal und blutig, aber das hat mich nicht überrascht. Und ehrlich gesagt, tut es gut, mal wieder was mit "richtigen" Vampire zu lesen und keine weichgespülten Kuschelvampire, die in der Sonne glitzern. ;-)


Die Fortsetzungen "Judassohn" und "Judastochter" werde ich auf jeden Fall auch lesen.

Donnerstag, 12. Mai 2011

Freitag, der 13.

Morgen ist es mal wieder soweit. Wir haben einen Freitag, den 13.
Na und, sagen jetzt viele, ist doch ein Tag wie jeder andere. Ja, für mich eigentlich auch. Mir ist an einem solchen Tag nie mehr oder weniger passiert als an anderen Tagen auch.
Und trotzdem....

„Der Aberglaub', in dem wir aufgewachsen, verliert, auch wenn wir ihn erkennen, 
darum doch seine Macht nicht über uns.“ G. E. Lessing

Die Bezeichnung Aberglaube wird abwertend auf Glaubensformen und religiöse Praktiken angewandt, die nicht den eigenen Lehrmeinungen, entsprechen. Er wird im allgemeinen Sprachgebrauch mit Unvernunft und Unwissenschaftlichkeit gleichgesetzt.

Welche Aberglauben gibt es?

Die schwarze Katze:
Ägypten, ca. 3000 vor Christus. Dort war man der festen Überzeugung, Katzen seien die Verkörperung der Göttin Bastet. Die Göttin erschien in der Gestalt einer menschlichen Frau mit einem Katzenkopf.
Die Griechen brachten die Katze dann später nach Europa.
Mit Aufkommen des Christentums hörte die Heiligkeit der Katze allerdings zunehmend auf, da sie anfangs das Heidentum verkörperte, später sogar als Gehilfe der Hexen und des Teufels selbst verdammt wurde. Tatsachen wie im Dunkeln glühende Augen waren nicht unbedingt hilfreich, ihr schlechtes Image zu widerlegen widerlegen. 
Ironisch allerdings finde ich, dass aufgrund der Ausrottung der Katzen schließlich die Pest hereinbrach. Logisch, denn ohne Katzen wurde man der Ratten nicht mehr Herr und die waren nun einmal der Hauptüberträger der Seuche.
Eines zeigt die Vergangenheit jedoch deutlich. Egal, ob verehrt oder gejagt, der Katze wurde stets etwas Übernatürliches nachgesagt. 
Tja, ich muss sagen, ich mag Katzen nicht so wirklich und halte sie für hinterlistig. ;-)
Scherben
Wer einen Spiegel zerbricht, der hat 7 Jahre Pech. So heißt es zumindest. Auch soll kaputtes Glas Unglück bringen. Daher sollte man zu einem Polterabend niemals Glas, sondern nur Porzellan mitbringen. Es sei denn man wünscht dem Brautpaar nichts Gutes...  ;-)

Die Leiter
Na, wer ist schon mal unter einer Leiter durchgegangen und hat gedacht "Oha, böse Falle!"
Der Ursprung für diesen Aberglauben liegt bei einer heiligen Form, dem Dreieck. Gebildet wird dies durch die Leiter, die Wand und den Boden. Wenn man nun also unter einer an der Wand lehnenden Leiter hindurchgeht, so verletzt man heiligen Raum. Das zieht Unglück nach sich. 

Hier noch ein paar interessante Fakten zur Zahl 13:
Die 13 ist erwiesenermaßen die seltenste Zahl bei der Lotto-Ziehung 6 aus 49.
Die 13 ist im Tarot der Karte La Mort, dem Tod zugeordnet.
In vielen Hotels gibt es kein 13. Stockwerk und auch kein Zimmer 13
Krankenhäuser haben auch kein Zimmer Nr. 13 und in einem Flugzeug werdet ihr keine Sitzplatznummer 13 finden.

Also ist das wirklich alles nur Aberglaube oder ist da nicht doch was dran?  

Glaube, dem die Tür versagt,
steigt als Aberglaub ins Fenster
Wenn die Götter ihr verjagt,
kommen die Gespenster.
(Emanuel Geibel)


Sonntag, 8. Mai 2011

Das Wochenende könnte so schön sein...

....wenn ich nicht krank zuhause rumhängen würde. :-(  
Menno, hatte mich schon so aufs WE gefreut. Samstag Büchermarkt, abends vielleicht grillen und Sonntag ein bissel in die Stadt zum verkaufsoffenen Sonntag, ein Eis essen oder so.
Und dann bekam ich Mittwoch Halsschmerzen, die dann bis Freitag so übel wurden, dann ich lieber mal zum Arzt gegangen bin.
Diagnose: dicke Mandelentzündung. Nicht die erste, aber ich weigere mich einfach, mir die Mandeln rausnehmen zu lassen. 
Also mal wieder ein Rezept für Penicillin und außerdem meinte mein Arzt, ich sollte besser mal eine Woche pausieren und das richtig auskurieren. Also bis nächsten Freitag aus dem Verkehr gezogen. 
Dabei wollte ich gestern unbedingt bei uns zum Büchermarkt, das ist immer so toll und man kann gute Schnäppchen machen.
Aber daran, dass ich zuhause geblieben bin, seht ihr, dass es mir wirklich dreckig ging. Und gestern war es echt ätzend, bin sogar freiwillig nachmittags wieder ins Bett. 

Das Frühstück mit meiner Mutter heute mussten wir auch absagen. :-(

Tja, wie gesagt, nun bin ich eine Woche zuhause. Aber vielleicht komme ich ja dann endlich mal ein bisschen zum Lesen und kann meinen SUB abbauen. Und dann gibts auch keinen Grund mehr, dass ich mir keine neuen Bücher kaufen sollte....hehe.

In diesem Sinne, noch einen schönen Sonntag.

Montag, 2. Mai 2011

Die Wölfe kehren zurück nach Deutschland

Der nachfolgende Artikel in der Süddeutschen Zeitung hat mich sehr gefreut und macht Hoffnung, dass der Wolf so langsam wieder "Pfote fasst" in unseren heimischen Landen.

"Wie kein anderes Tier schürt der Wolf Vorbehalte - wo er in Deutschland auftaucht, regen sich Ängste, weil wir ein gestörtes Verhältnis zur Natur haben.

Sie sind wieder da. Mehrere Wolfsrudel mit insgesamt mehr als sechzig Einzeltieren ziehen durch Gebiete, in denen ihre Artgenossen vor über 150 Jahren systematisch ausgerottet wurden. Die meisten der aus Polen zugewanderten Tiere leben in Sachsen und Brandenburg, einzelne wurden allerdings ebenfalls in Niedersachsen, Hessen und Schleswig-Holstein gesichtet."


Hier gehts zum Artikel

Freitag, 29. April 2011

Rezension: Grabesgrün (Tana French)

Inhalt:
Wer bringt ein kleines Mädchen um und bahrt es auf dem Opferaltar einer Ausgrabungsstätte auf? Jede Spur, die die beiden jungen Dubliner Ermittler Rob Ryan und Cassie Maddox verfolgen, führt sie nur tiefer in ein Dickicht, in dem sich alle Gewissheiten in ihr Gegenteil verkehren. Und keiner darf erfahren, dass Rob vor vielen Jahren selbst etwas Furchtbares erlebt hat - im Wald bei ebenjener Ausgrabungsstätte.  



Vorab sei gesagt: Wer einen actiongeladenen oder blutigen Thriller erwartet, der wird vielleicht enttäuscht sein.
"Grabesgrün" ist aber trotzdem ein sehr guter Krimi, der die Spannung von Anfang bis Ende aufrecht hält und man auch nicht sofort auf den Täter kommt.
Es gibt im Grunde zwei Handlungsstränge: der aktuelle Mord an der kleinen Katy und der Fall von 1984, als die Freunde des erzählenden Cops Ryan spurlos verschwanden. Geschickt verwerbtTana French beides miteinander und führt den Leser erst einmal in die Irre.
Die Charaktere sind sympathisch, auch der des Erzählers, obwohl er gleich zu Beginn sagt, dass er ein Lügner ist. Allerdings hat er auch einen guten Grund dazu.
Cassie mochte ich auch und ich fand es sehr schade, dass die gute Freundschaft der beiden auf diese Art endete.

Das Ende ist kein Happy End und macht mich unzufrieden. Es wird zwar ein Täter gefunden und verurteilt, aber meiner Meinung nach kommt der wahre Täter leider davon, ungestraft. Und dafür wurden einige Leben zerstört.

Außerdem hatte ich gehofft, dass doch noch geklärt wird, was mit Adams oder Robs Freunden 1984 geschehen ist. Aber vielleicht passiert das ja in den nächsten Büchern. 

Mein Fazit: Sehr empfehlenswert für Krimifans und Leser von Deborah Crombie und Elisabeth George.

Checkliste: Bin ich büchersüchtig?

Diese Fragenliste habe ich heute im Internet gefunden. Also ich glaube, für mich besteht noch Hoffnung, ganz verloren bin ich noch nicht. Würde mal sagen, es treffen so 60-70 % zu. Mein SUB umfasst im Moment so 20 Bücher, das ist wohl noch recht harmlos. Aber nächsten Samstag ist Büchermarkt bei uns...

Du erkennst, dass Du büchersüchtig bist, wenn

1. Du Deinen eigenen Sachbearbeiter bei Amazon hast.

2. Deine Kreditkartenabrechnungen per Büchersendung verschickt werden.

3. Du erst eine Buchserie komplett kaufst, und Du Dich noch bevor Du überhaupt den ersten Teil gelesen hast, auf Teil 4 freust.

4. Du das Jahr nicht in Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter, sondern Frühjahrsneuerscheinungen und Herbstneuerscheinungen einteilst.

5. Du mehr Lieferauskünfte Deines Online-Buchhändlers als Spam-Mails zugeschickt bekommst.

6. Du Deine Buchhandlung danach auswählst, wie weit es zum nächsten Parkhaus ist, damit Du nicht so weit und so schwer tragen musst.

7. Dein SUB (Stapel ungelesener Bücher) in Höhe und Ausrichtung dem Schiefen Turm von Pisa ähnelt.

8. Du Dich im im Mai ärgerst, wenn ein im Oktober erscheinendes Buch noch nicht in der Datenbank deines Online-Buchhändlers zum Vorbestellen aufgeführt ist.

9. Du Dir die Namen der Familienmitglieder Deiner Serienhelden besser merken kannst, als die Deiner eigenen Verwandschaft.

10. Dein Postbote Dich hasst.

11. Deine Familie Dich ohne Buch vor dem Gesicht gar nicht mehr erkennt.

12. Du Dich über ein schlechtes TV-Programm und somit mehr Lesezeit freust.

13. Du Dich bei eBay im Eifer des Gefechts selbst überbietest.

14. Die Leihbücherei Deines Heimatortes nur aufgrund deiner Buchspenden existieren kann.

15. Du alle Wochenenden im Baumarkt verbringst, um dir neue Regalbretter zuschneiden zu lassen!

16. Dein Puls auf 180 steigt, sobald Dein SUB auf unter 5 sinkt.

17. Dich alle im Ort nur „Der Schrecken der Flohmärkte“ nennen.

18. Dein Vermieter Dir kündigt, weil die Statik des Hauses nicht für deine Buchmengen ausgerichtet ist.

19. Du an Sonn- und Feiertagen entweder online bestellst oder an den Hauptbahnhof gehst, um dir Suchtstoff zu beschaffen!

20. Du in den Urlaub fährst und die Klamotten im Handgepäck hast und der Koffer ist voller Bücher.

21. Du Deine Bücher grundsätzlich mit Schutzfolien versiehst, damit sie beim (sowieso schon vorsichtigen) Lesen nicht leiden.

22. Du bereits Freundschaften gekündigt hast, weil Du ausgeliehene Bücher beschädigt zurückbekommen hast.

23. Du heimlich in der Buchhandlung an den neuen Büchern riechst und Dich dabei verstohlen umsiehst.

24. Du Menschen, die die letzte Seite eines Buches zuerst lesen, für nicht gesellschaftsfähig hältst.

25. Jedes Buch behältst, obwohl es Dir überhaupt nicht gefallen hat oder Du es nie lesen wirst.

26. Du das Gefühl hast, einen guten Freund verloren zu haben, sobald Du ein gutes Buch beendet hast.

27. Du niemals das Haus ohne Buch verlässt.

28. Du Dich über Bücher ärgerst, die Dir nicht gefallen, Du sie aber trotzdem zuende liest.

29. Du Grundsätzlich für jedes Buch ein neues Lesezeichen verwendest.

30. Du anstatt vor das Aquarium vor Dein Bücherregal sitzt.

31. Du als ansonsten friedliebender Mensch Mordgedanken bei schlampigen Übersetzungen oder Grammatik- und Rechtschreibfehlern hegst.

32. Du beim Lesen von dicken Bücher immer zwischendurch mal wieder den Klappentext liest.

33. Du Dich über Dein neues Auto nur deshalb freust, weil Du nun auch die schweren Hardcover mit Dir herumschleppen kannst.

34. Du Dir nicht vorstellen kannst, wie man in der Supermarktwarteschlange NICHT lesen kann.

35. Du Dir zu allen Feiertagen nur Bücher wünscht, obwohl Du mindestens zwei Leben bräuchtest, um Deinen derzeitigen SUB auch nur annähernd abbauen zu können.

36. Du Dir ein ausgeliehenes Buch, das Dir gut gefallen hat, nach dem Lesen kaufst, obwohl Du noch nie ein Buch zweimal gelesen hast.

37. Du nach jedem Kapitel die durchschnittliche Seitenanzahl je Kapitel berechnest

38. Du unter allen Umständen ein neues Buch beginnen musst, nachdem Du das letzte fertig gelesen hast und Du dafür auch mitternächtliche Klettertouren im Nachthemd aufs Bücherregal auf Dich nimmst.

39. Du denkst, dass Du krank bist, wenn Du in einer Buchhandlung mal nichts kaufst.

Und wie siehts bei euch aus? Anonyme Bookoholiker? Grins...

Mittwoch, 27. April 2011

Beltane, Walpurgisnacht, 1. Mai

Am Wochenende ist es wieder soweit, wir feiern "Tanz in den Mai". Jedenfalls die meisten von uns.

Mit dem 1. Mai beginnt bei den Kelten das Sommerhalbjahr, das vor allem durch Fröhlichkeit, Wärme, Licht, Feste und Feiern gekennzeichnet war.
Der 1. Mai liegt zwischen der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche und der Sommersonnwende.
Beltane wurde früher am nächstgelegenen Vollmond gefeiert, heute allerdings vorwiegend in der Nacht auf den 1. Mai.

Beltane war das Fest der "Strahlenden Sonne". BEL bedeutet strahlend, leuchtend, glänzend. TENE oder auch TEINE ist das "Feuer". Der keltische Sonnengott trägt den Namen "Belenus", "Bel", "Bal".
Beltane war das Fest der großen Vermählung oder auch Heiligen Hochzeit, der Vermählung von Himmel und Erde.
In den germanischen Bereichen ist diese Götterhochzeit überliefert in der Brautwerbung Odins um die Himmelsherrin Freya.



Samhain ist im Keltischen Kalender der Beginn des Winters und der Tod des Jahrskreis-Königs, Beltane dagegeben bedeutet den Beginn des Sommers. Und so wie Samhain ein Fest der Toten und Ahnen ist, so ist Beltane ein Fest des Lebens, der Fruchtbarkeit, der Vereinigung, der Zeugung und des Sieges der Sonne und des Sommers über den Winter. Juhuuu, es ist endlich Frühling!

Vom Jahreskreislauf her ist es so, daß der Jahreskönig, der an Jul geboren wird, bis zu Beltane zum Jüngling herangewachsen ist und seine Königswürde einfordert.
Das wird in vielen alten Ritualen dargestellt, wo der junge Königsanwärter sich beweisen muß, indem er z.B. den mächtigsten Hirsch im Wald erlegt und damit seine Stärke beweist. Wer das Buch "Die Nebel von Avalon " gelesen hat, der weiß, was gemeint ist.

Zu den wichtigsten Bräuchen, die sich bis heute erhalten haben, gehört die Aufstellung des MAIBAUMS.
Während heute nur noch im Dorfmittelpunkt oder an einem besonderen Platz dieser Maibaum aufgestellt wird,  gab es in früheren Zeiten fast in jedem Garten einen Maibaum.

Walpurgis war die Maikönigin, eine heidnische Göttin, die später christianisiert und dann heiligesprochen wurde.Witzig: das Kloster der Heiligen Walpurga stand in "Heiden-Heim".

Auch die Brautschau und Brautwahl ist noch heute mit dieser Kultnacht verbunden. Nicht von ungefähr wurden früher die meisten Hochzeiten im Mai gefeiert. Auch heute noch ist der Mai ein beliebter Monat für Eheschließungen. Begleitet wurde diese Walpurgisnacht von Musik und Tanz und großen Freudenfeuern.
Der berühmteste Hexentanzplatz im Harz ist der Brocken. 



Im Faust beschreibt Goehte eine solche Walpurigsnacht. In den alten Geschichten wird immer davon berichtet, wie die Hexen auf ihren Besen reitend durch die Lüfte fliegen, sich auf diesen Bergen treffen und dann ausschweifende erotisch-orgiastische Feste feierten. Natürlich mit dem Teufel!

Nun, unsere Walpurgisnacht wird wohl eher ruhig. Wir wollen uns im Kino "Thor" ansehen und nicht allzu spät ins Bett, denn am Sonntag heißt es früh raus zur traditionellen Maiwanderung um den See. 

Und hier könnt ihr den passenden Song von Schandmaul zu dieser Nacht hören: