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Dienstag, 28. April 2015

Beltane - Das keltische Frühlingsfest

Im irischen und schottischen Raum wird im Frühling traditionell auch heute noch Beltane gefeiert. Es ist keltischen Ursprungs und ähnelt stark der Walpurgisnacht, beides wird in der Nacht zum 1. Mai gefeiert. Auch an Beltane werden Freudenfeuer entzündet. In alten Schriften ist davon die Rede, dass für das Feuer unbedingt neun Hölzer verwendet werden sollen. 


Beltane symbolisiert im irischen Kalender den Anfang des Sommers und zählt zu den acht Jahresfesten. Im Mittelpunkt steht die Fruchtbarkeit. Der Legende nach soll sich der Sonnengott , der an diesem Tag endgültig zum vollständigen Mann heranreift, mit der Mutter Erde vermählen.  
Offiziell heißt der Monat Mai im irischen Bealtaine. Der Sage nach verschwimmen die Grenzen zwischen der Ober- und Unterwelt in dieser besonderen Nacht und die magischen Wesen auf den Feenhügeln sind für alle Menschen für einen Augenblick sichtbar.

Auch der Brauch des Maibaums, der heute noch in vielen Gemeinden aufgestellt wird und um den herum dann getanzt wird, geht auf das Beltanefest zurück. In den meisten Fällen ist es Birke, aber auch Tanne, Fichte oder Weide werden gestutzt, so dass am oberen Ende eine Krone zurückbleibt.



Passend zum Beltanefest kann der Hexenaltar in grünen Farben verziert und mit Blumengirlanden geschmückt werden, aus Efeu, Gänseblümchen oder Birkenzweigen. 

Zu weiteren Bräuchen zum Beltanefest morgen mehr. 



Donnerstag, 25. April 2013

Noch 5 Tage bis Beltane

So wie Samhain (Halloween) ein Fest des Todes und der Toten und Ahnen ist, so ist Beltane ein Fest des Lebens, der Fruchtbarkeit und des Sieges der Sonne und des Sommers über den Winter. Beltane ist also im Grunde der Beginn des Sommers. Hoffen wir, dass das Wetter das auch weiß. 

Damals waren die Unterschiede in den vier Jahreszeiten eh viel mehr zu spüren. Die Winter waren gekennzeichnet von Kälte, Hunger, Krankheiten und Tod. Eine Jahreszeit, die mit viel Angst verbunden war. Dann kam der Sommer mit seiner lebenspendenden Sonne, der Wärme und seinen vielen Früchten. Da kann man sich sehr gut vorstellen, welches Glück und welche Freude die ersten Sonnenstrahlen und der Beginn des Frühjahrs und Sommers für diese Menschen brachten. Bedeuteten sie doch, dass das Leben weiterging. Dass man sozusagen überlebt hatte. Nicht ganz so stark natürlich, aber doch ähnlich haben wir es ja auch dieses Jahr empfunden, als der gefühlt lange Winter endlich vorbei war und die ersten warmen Tage kamen.

Mit dem 1. Mai begann bei den Kelten das Sommerhalbjahr, das vor allem durch Fröhlichkeit, Wärme, Licht, Feste und Feiern gekennzeichnet war. Dieser Tag liegt zwischen der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche und der Sommersonnwende. Früher wurde Beltane wohl am nächstgelegenen Vollmond, heute allerdings vorwiegend in der Nacht auf den 1. Mai gefeiert. Vielleicht hat das mit dem offiziellen Feiertag zu tun, da man halt am nächsten Tag nach den Feiern nicht früh aufstehen muss. ;-)

Zu den wichtigsten Bräuchen, die sich bis heute erhalten haben, gehört die Aufstellung des Maibaums. Während heute nur noch im Dorfmittelpunkt oder an einem besonderen Platz dieser Maibaum aufgestellt wird, gab es in früheren Zeiten fast in jedem Garten einen Maibaum. Kaiserin Maria Theresia verbot das weitere Aufstellen 1741, da dieser Brauch so gigantische Formen angenommen hatte, dass viele tausend Bäumchen geschnitten wurden. Sie standen nicht nur vor jedem Haus, sie standen oft sogar in jedem Zimmer. Mit dem Tanz um den Maibaum und dem Verweben und Verknüpfen der Bänder (Bändertanz um den Maibaum) drückte man sowohl ein erotisches Geschehen unter den Geschlechtern aus als auch die Verknüpfung der drei Welten (Himmel, Erde, Anderswelt), die durch den Maibaum auch symbolisiert werden und nun fest in das Gefüge des Lebens selbst eingewoben werden.
Bei uns steht auch heute noch ein Maibaum auf dem Marktplatz. Aber seit ein paar Jahren steht der dort das ganze Jahr. Schade eigentlich, denn so geht die Symbolik des Neuanfangs durch das jährliche Aufstellen irgendwie verloren.
Außerdem wurden große Feuer angezündet, um den Winter zu vertreiben, über die man dann gemeinsam sprang. Ich zünde da alternativ lieber Kerzen an. Und trinke vielleicht eine leckere Maibowle. ;-)

Beim nächsten Mal gibt’s was zur Walpurgisnacht…