Montag, 15. April 2013

Der Frühling ist da...und Beltane rückt näher

Rosa Wölkchen überm Wald
Wissen noch vom Abendrot dahinter -
Überwunden ist der Winter,
Frühling kommt nun bald.

Unterm Monde silberweiß,
Zwischen Wipfeln schwarz und kraus
Flügelt eine Fledermaus
Ihren ersten Kreis ...
(Christian Morgenstern)


Gefühlte 6 Monate hatten wir nun Winter und endlich kam am Wochenende mit der Sonne der langersehnte Frühling. Auch heute werden die Temperaturen wieder die 20 Grad erreichen und wehe es beschwert sich einer.  ;-)  Schließlich haben wir lange genug darauf gewartet.

Am Samstag haben wir erst mal unseren großen Blumenkasten bearbeitet und neue Wildblumensamen eingestreut, damit wir wenigstens einen kleinen Garten zuhause haben.
Gestern war bei uns der alljährliche Oldtimermarkt und bei dem Wetter war es natürlich richtig voll, alles wollte nach draußen. Wir auch. 


Ich hoffe, der Frühling bleibt nun und gibt nicht nur wieder ein kurzes Gastspiel. Wenn ich aus dem Fenster sehe, sehe ich wie die Bäume und Sträucher endlich aufblühen. In zwei Wochen ist schließlich Beltane und dann wird der Winter endgültig vertrieben und Freudenfeuer für den Frühling werden entfacht.


Und das bedeutet auch, dass alle Hexen noch 2 Wochen Zeit haben, ihre Besen zu entstauben, damit sie zur Walpurgisnacht in neuem Glanz erstrahlen...




Freitag, 5. April 2013

Ostern in Ostfriesland - Ein Urlaubsbericht

29. März 2013
Abfahrt war Karfreitag um 8 Uhr morgens. Die Temperatur lag knapp über dem Gefrierpunkt, aber es war trocken.
Auf der Fahrt Richtung Norden änderte sich das dann und es fing an zu schneien. Wir waren begeistert.
Ankunft in Norddeich im WoMo-Park war gegen 12:30 Uhr. Nach dem "Platzbezug" hieß es erst mal Mittagessen im Großen Krug. 
Danach war ein bisschen Ausruhen und Lesen im Wohnmobil angesagt.
Nachmittags machten wir uns dann auf den Weg am Deich entlang nach Norddeich rein. Es schneite leicht. Das Wasser hatte mal wieder jemand geklaut, es war Ebbe.
In Norddeich suchten wir dann zum Aufwärmen ein Café auf und ließen uns Tee, Kaffee, Waffeln und Kuchen schmecken. 
Auch auf dem Weg zurück zum Stellplatz schneite es weiter. 
Den Abend verbrachten wir dann gemütlich im Wohnmobil.

30. März 2013
Morgens trauten wir unseren Augen nicht, es hatte nachts wohl weiter geschneit und draußen war alles weiß. Aber die Sonne kam auch langsam durch. Nur leider wurde es nicht wärmer.
Egal. Wir machten uns auf den Weg nach Norddeich und fuhren von dort mit dem Bus nach Norden rein. Kosten: 1 Euro pro Person. Günstiger geht es kaum. Ein bisschen bummeln in der Innenstadt, natürlich musste auch ein Besuch in Willy's US-Shop sein. 
Nach einem kleinen Mittagessen gingen wir ins Heimatmuseum in Norden, zu dem auch das Teemuseum gehört. Wirklich sehr interessant...auch für Nicht-Teetrinker. 
Nachmittags nahmen wir den Bus zurück nach Norddeich und bummelten dort noch ein bisschen durch den Ort und die kleinen Läden.
Im Restaurant Utkiek tranken wir Friesentee und Kaffee und wärmten uns auf.
Nach der Rückkehr auf den Stellplatz verbrachten wir wieder einen gemütlichen Abend im Wohnmobil.

31. März 2013
Ich war schon so oft in Norddeich, aber noch nie in der Seehund-Aufzucht-Station. An diesem Tag endlich änderte sich das. Diesmal fuhren wir aber mit unserem Frosch nach Norddeich rein. Vorher klapperten wir noch fünf bis sechs Tankstellen ab, denn wir brauchten Gas für die Heizung. Normalerweise ist das kein Thema, aber bei den winterlichen Temperaturen haben wohl alle Camper ihre Vorräte aufgestockt und damit die Bestände der Händler abgebaut. Endlich hatten wir in Marienhafe aber Glück.
Danach ging es zurück nach Norddeich zur Seehundstation. Die Leute dort leisten wirklich tolle Arbeit. Ohne sie wäre wohl so mancher Heuler nicht mehr am Leben.


Nach einem Mittagessen in Norddeich machten wir noch einen Spaziergang zur Mole. Der eisige Wind trieb uns bald wieder dort in ein Café und wir bestellten Friesentee und Kaffee. Zurück in Norddeich nahmen wir vom Bäcker Brot für abends mit und zurück ging es zum Stellplatz.

01. April 2013
Nach dem Frühstück und Zusammenpacken verließen wir Norddeich in Richtung Neuharlingersiel und wollten einen Zwischenstopp in Westeraccum bei den Schwiegereltern einlegen. Soweit kamen wir leider nicht.
Leider ist das Nachfolgende kein Aprilscherz. In der Nähe des Waloseums hatten wir eine Panne, der Motor machte plötzlich merkwürdige Geräusche, ein Klackern, das nicht näher zu lokalisieren war. Nach einem Anruf beim ACV kam ein Mitarbeiter und sagte, es sei besser, nicht mehr mit dem Wohnmobil zu fahren. Also wurde ein Abschleppwagen bestellt. Nicht so einfach bei einem Gewicht von fast 5 Tonnen und einer Fahrzeuglänge von über 6 Metern. Aber es klappte und der Frosch wurde nach Großheide in eine Werkstatt gebracht. Schon ein sehr trauriger Anblick und ich muss sagen, mir kamen die Tränen, als das Fahrzeug auf den Schlepper gezogen wurde...
Die Nacht konnten wir dann auf dem Hof der Werkstatt im Wohnmobil verbringen.

02.April 2013
Man kann sich vorstellen, dass wir die Nacht nicht so gut schliefen. Morgens sahen sich die Mechaniker dann den Frosch an und die Diagnostik begann. Was könnte es sein? 
Wir bekamen einen Leihwagen und fuhren erst einmal frühstücken in Hage. Die Werkstatt wollte sich melden, wenn es etwas Neues gibt. Also fuhren wir nach Neßmersiel und danach noch nach Bensersiel. Schließlich hatten wir Urlaub und wollten diesen wenigstens ein bisschen genießen.
Nachmittags besuchten wir dann die Schwiegereltern in ihrem Ferienhaus. 
Übernachtet haben wir schließlich im Hotel-Restaurant Buten Diek in Dornumersiel. Ein schönes Hotel, das man empfehlen kann. Wenn man nicht eigentlich Wohnmobilurlaub machen wollte...

03. April 2013
Ein Anruf in der Werkstatt ergab, dass Ersatzteile bestellt werden mussten und man nicht sagen konnte, wann das Wohnmobil fertig sein würde. Wir hatten ja nur diese Woche Urlaub und ein Hotel kostet schließlich auch Geld. Also nahmen wir das Angebot eines Freundes an, der am nächsten Tag sowieso nach Haltern zu seinen Eltern fahren wollte und uns mitnehmen konnte.
An diesem Tag fuhren wir dann noch mit dem Leihwagen nach Neuharlingersiel. Dort genehmigten wir uns leckeren Friesentee im Hafen und kauften im Teekontor leckere Sachen. Zurück in Dornumersiel ruhten wir uns ein wenig im Hotel aus. Nachmittags gab es dann Pizza im Restaurant Santa Maria. Anschließend gingen wir noch zum Strand. Der Wind war wieder eisig.

Tja, das war unser Osterurlaub. Anders, als wir ihn geplant hatten. Aber bei einem 40 Jahre alten Fahrzeug muss man wohl mit allem rechnen. Wenigstens hatten wir die ganze Zeit sonniges Wetter und konnten den Urlaub soweit wie möglich genießen. Seit gestern sind wir nun wieder zuhause.
Und hoffen, das unser Womo nächste Woche fertig sein wird, damit wir es nach Hause holen können.





Unser Hotel in Dornumersiel


 Hier ein Foto von unserem Frosch aus dem letzten Jahr.
 

Mittwoch, 27. März 2013

Der Vollmond vor Ostern

Es ist wieder soweit. Vollmond. Der erste Vollmond nach der Frühlings-Tagundnachtgleiche. Und deswegen ist am kommenden Wochenende auch Ostern.
Sehr früh dieses Jahr. Und schuld ist der Vollmond und das Mondfest Ostara am 20. März.

Naja, nur noch morgen arbeiten und dann habe ich eine Woche Urlaub. Und am Karfreitag geht es zur Nordsee nach Ostfriesland. Erster Stopp Norddeich.

Ich hoffe, das Wetter wird ein wenig besser. Zumindest trocken sollte es sein, das reicht uns ja schon.

Jedenfalls wünsche ich euch allen Schöne Ostertage und ein bisschen Erholung während der Feiertage. 


 

Sonntag, 24. März 2013

Faun - eine akkustische Reise um die Welt

23. März 2013, Christuskirche in Bochum, kurz nach 20 Uhr. Die Kirche ist bis auf den letzten Platz besetzt. Ich schätze, ein solch volles Haus hatten sie nicht einmal zur Weihnachtsmesse. 

Die Mitglieder der Gruppe Faun betreten die Bühne. Nach dem ersten Song aus Ungarn erklärt Frontmann Oliver, dass sie sich an der Aktion "Earth Day" beteiligen und für eine Stunde das Licht ausschalten. So kommt es, dass man die Band nur noch schemenhaft auf der Bühne sieht, im Schein einiger Kerzen. Vielleicht ist das aber auch gar nicht so schlecht, denn so kann man sich voll und ganz auf die Musik konzentrieren.
Die Band nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Reise um die Welt und bringt u.a. Stücke aus Ungarn, Bulgarien, der Bretagne, Transsilvanien, Norwegen und Spanien. Immer wieder erklärt Oliver mit witzigen Anekdoten, um was in den Liedern geht. Überhaupt sind alle gut drauf und als er beim letzten Stück vor der Pause "Diese kalte Nacht" zum Schluss den Text vergisst, nimmt ihm das keiner übel. So ist das eben bei Live-Konzerten. Und aufgrund der Dunkelheit kann er den Liedtext vor sich nicht lesen. 
Nach der Pause um 21:30 Uhr ist das Licht dann wieder da und man sieht die fünf Männer und Frauen auf der Bühne auch und hört sie nicht nur. Für die Akkustik-Tour ist Sonja Drakulich wieder mit von der Partie und ihr Gesang harmoniert wunderbar mit dem von Fiona. 
Vom neuen Album "Von den Elben" spielen sie nur zwei oder drei Stücke, neben dem schon genannten "Diese kalte Nacht" haben wir noch "Thymian und Rosmarin" gehört. 
Oliver wies allerdings darauf hin, dass im November die Tour zum Album startet, wo dann natürlich vermehrt die neuen Stücke gespielt werden und auch getanzt werden darf. Dann wird sicher auch Katja dabei sein, die wir auf dem neuen Album ja hören.

Alles in allem ein schöner Abend und ein gelungenes Konzert. Vielen Dank an die Faune und macht weiter so.  

Ach ja, Fotos haben wir leider nicht gemacht. Es war zu dunkel. ;-)


Freitag, 22. März 2013

Es ist Freitag und die Sonne lacht...

Aber leider ist es bei uns immer noch sehr kalt. Naja, ich hoffe einfach das Beste für Ostern, denn ab 29. März haben wir Urlaub und dann soll es für eine Woche nach Ostfriesland gehen. Mit dem Wohnmobil. Da wären etwas wärmere Temperaturen schon wünschenswert...

Aber erst mal ist jetzt Wochenende. Und auf morgen Abend freue ich mich schon sehr, denn wir sind auf einem Akkustik-Konzert der Pagan-Folker Faun in der Christuskirche in Bochum. Das wird sicher wieder sehr schön, wir haben sie ja letztes Jahr schon dort erleben dürfen.
Mal sehen, wieviel sie von ihrem aktuellen Album "Von den Elben" spielen oder ob es doch mehr ältere Stücke sein werden. Ich lasse mich überraschen.

Auf jeden Fall ist warme Kleidung angesagt, denn in Kirchen ist es immer kalt...sogar im Sommer.

Ein Bericht über das Konzert folgt natürlich dann auch.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.


Der Anfang von "Mit dem Wind" passt zur Zeit perfekt:

Der Winter hielt uns lange hier,
die Welt war uns verschneit.
Das Land war still,
die Nächte lang,
der Weg zu dir so weit.
Doch endlich kehrt das Leben zurück in unser Land.
Du trafst mich heut im ersten Grün und nahmst mich bei der Hand.

Mittwoch, 20. März 2013

Ostara / Frühlings-Tagundnachtgleiche

Heute ist der 20. März und damit offizieller Frühlingsanfang. Aber irgendwie scheint sich das Wetter nicht dafür zu interessieren. Hier kam vorhin schon wieder Schneeregen runter und die Temperaturen liegen knapp über dem Gefrierpunkt.

Nachher werde ich erst einmal einen Blumenladen stürmen und mir den Frühling ins Haus holen. So!



Trotzdem wünsche ich euch ein schönes Ostara-Fest. Die Frühlings-Tagundnachtgleiche bedeutet, dass die heutige Nacht genauso lang ist, wie der morgige Tag.

Und Kopf hoch: Es kann nur aufwärts gehen und besser werden.

Zum Schluss noch einen schönen Spruch, den ich gestern gelesen haben:

Achtung! Wichtige Durchsage: Der kleine März möchte aus dem Winter abgeholt werden!

Samstag, 16. März 2013

Reise in die Vergangenheit

Vor einigen Wochen starb der Großvater meines Mannes. Auf der Trauerfeier waren auch viele seiner Verwandten aus ganz Deutschland und England. Kriegsbedingt gibt es sogar Familie auf Zypern. 
Natürlich wurde in Erinnerungen geschwelgt und es wurden auch Fotos gezeigt.
 Dadurch wurde das Interesse an meiner eigenen Familie wieder erweckt und heute war ich bei meiner Mutter und habe einige alte Fotos gesichtet. Meine Eltern sind seit fast 20 Jahren geschieden und irgendwie schlief der Kontakt zu Verwandten mit den Jahren ein. Einige sind inzwischen auch verstorben. Hier ein paar Fotos:

Mein Onkel Ewald ist leider sehr früh bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ich habe ihn nie kennengelernt. Auch meine Tante ist bereits tot, sie starb an Krebs.

Hier war meine Mama gerade mal 2 Jahre alt. 


Leider habe ich meine Oma nicht mehr kennengelernt. Sie starb vor meiner Geburt. Dies Foto entstand 1940 in Dülmen. 


 Meine Ur-Oma und Mein Ur-Opa. Das Foto wurde 1914 gemacht, es entstand in Dirschau, Danzig.

Meine Oma mit meiner Tante Marianne, meiner Mama auf dem Schoß und Onkel Ewald. Das war 1941. Zu der Zeit war mein Opa im Krieg. Von ihm habe ich leider kein Foto.

Nun fehlen mir noch Fotos von der Seite meines Vaters. Und einen Familienstammbaum möchte ich auch mal in Angriff nehmen. Ich weiß z.B. dass ein Cousin meines Opas in die USA ausgewandert. Aber ich habe keine Ahnung, ob er Kinder hatte und ich vielleicht dort noch Verwandte habe.

Dienstag, 12. März 2013

In einer Woche ist Frühlingsanfang...

Aber ich bezweifle langsam, dass das Wetter das auch weiß. Oder hat der Frühling vergessen für 2013 einen Kalender zu bestellen und nun weiß er nicht, wann er seinen großen Auftritt hat?
So langsam sollte er sich doch schon mal vorbereiten, damit nächste Woche auch nichts schief geht.

Kaum vorstellbar, dass wir in der letzten Woche schon frühlingshafte Temperaturen hatten und fast schon die Winterklamotten weg geräumt hätten. 
Also werden wir wohl die Ostereier besser knallbunt anmalen, damit wir sie notfalls auch im Schnee wiederfinden. Denn bis Ostern sind es ja nur noch zweieinhalb Wochen.

Also...ich bin dafür wir schnappen uns jetzt Frau Holle und klauen ihr alle Kissen. Die sperren wir dann in den tiefsten Keller und werfen die Schlüssel weg.

Dann sieht es hoffentlich bald überall wieder so aus :



Sonntag, 10. März 2013

225. Geburtstag von Josep von Eichendorff

Zur Feier des Tages eines der bekanntesten deutschen Dichter: Eines seiner Gedichte, das auch die Band Dunkelschön vertonte:

Mondnacht
Es war, als hätt' der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst'.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis' die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.


Freitag, 1. März 2013

Der 1. März! Wo bleibt der Frühling?

Alle sagen, der 1. März sei der "meteorologische Frühlingsanfang". Das bedeutet doch, es ist wettertechnisch der Beginn des Frühlings, oder? Hm...das scheint das Wetter aber nicht zu interessieren. Bei uns war es heute grau und kalt, um die 6 Grad, aber gefühlt durch den Wind noch etwas kälter. 

Wo ist er denn nun, der Frühling? Wahrscheinlich hat er auf den Kalender geschaut und denkt sich: Frühlingsanfang ist doch erst am 20. März, warum soll ich denn jetzt schon auftauchen? *Grummel*

Obwohl der Wetterbericht für die nächste Woche gar nicht so schlecht aussieht. Bis Mitte der Woche vielleicht sogar 15 Grad. 
Naja, schauen wir mal, was das Wetter so bringt. Ändern können wir es eh nicht, nur das Beste daraus machen. Mit ein paar Blumen kann man sich ja schon mal den Frühling ins Haus holen.

Und wahrscheinlich wird es gar nicht so lange dauern, da beschweren wir uns wieder über Hitze und sehnen den Herbst herbei. Wie das Wetter es auch macht, es ist immer falsch...  :-)