Seid willkommen in meiner kleinen Welt! Tretet ein und schaut euch um.

Im Prinzip schreibe ich über alles, was mich bewegt, was mir wichtig ist und eine Rolle in meinem Leben spielt. Musik, Filme, Tiere, Mythen, Legenden, Sagen, unsere Reisen und Ausflüge, meine Familienforschung. Und auch einfach mal dummes Zeug. ;-)

Also tretet ein in meine kleine Welt, schaut euch in Ruhe um und wenn es euch gefällt, dann kehrt zurück.



Freitag, 2. September 2016

Heute vor 350 Jahren brannte London lichterloh


Der 2. September 1666. Ein Tag, der das mächtige London fast vernichtete, 80 Prozent der Stadt wurden zerstört, rund 100.000 Menschen verloren ihr Zuhause.



Und das nur, weil jemand in der königlichen Bäckerei in der Pudding Lane vergisst, das Feuer im Ofen richtig auszumachen. Bäcker Thomas Farriner gelingt zwar die Flucht aus seinem Haus, wo er im ersten Stock mit seiner Familie schläft, aber die Stadt ist danach nicht mehr dieselbe. Dabei war London nach Konstantinopel und Paris damals die drittgrößte Metropole der Welt. 
Die Holzhäuser rund um die Bäckerei fangen sofort Feuer und die Flammen wüten vier Tage lang. Es ist ein trockener, heißer Sommer, die Straßen sind eng und die Häuser stehen so dicht, dass die Flammen sofort übergreifen. Am Fluss explodieren riesige Lagerhallen mit Kohle, Holz, Alkohol und Öl. 
Der Wiederaufbau wird 40 Jahre dauern und auch viele historische Gebäude wie die St. Pauls Cathedral werden zerstört.



Oben seht ihr ein Foto des "Monument", ein Mahnmal, das heute in der Pudding Lane steht und an den verheerendsten Brand in der britischen Metropole erinnert. 

Vielleicht hätte es gar nicht so schlimm werden müssen, wenn der Bürgermeister rechtzeitig eingegriffen hätte. Aber er spielte das Ganze herunter und soll angeblich diesen berühmten Satz gesagt haben: "Lächerlich! Eine Frau könnte das Feuer auspissen!"
Schließlich ließ König Charles II. einige Häuser sprengen und so konnte das weitere Umgreifen der Flammen verhindert und das Feuer am 6. September 1666 gestoppt werden. 

Etwas Gute hatte das Feuer allerdings: Die Pest, die ein Jahr zuvor in London gewütet hatte, war damit erst einmal ausgerottet. 

Im Museum of London gibt es übrigens zur Zeit eine Ausstellung zum Gedenken an den 350. Jahrestag des Großen Brandes.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung



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