Seid willkommen in meiner kleinen Welt! Tretet ein und schaut euch um.

Im Prinzip schreibe ich über alles, was mich bewegt, was mir wichtig ist und eine Rolle in meinem Leben spielt. Musik, Filme, Tiere, Mythen, Legenden, Sagen, unsere Reisen und Ausflüge, meine Familienforschung. Und auch einfach mal dummes Zeug. ;-)

Also tretet ein in meine kleine Welt, schaut euch in Ruhe um und wenn es euch gefällt, dann kehrt zurück.



Donnerstag, 31. Juli 2014

Lughnasad / Lammas / Schnitterfest am 1. August



Am 1. August feierten die Kelten ein großes Lichtfest, das sie Lughnasad nannten. Lughnasad bedeutet soviel, wie die "Hochzeit des Lichtes". Lugh war dabei der von den Kelten verehrte Herr des Lichtes. An diesem Tag wird die Ernte unserer Früchte gefeiert, aber auch die getane Arbeit, die damit verbunden war. Es ist ein Fest, das den Kreislauf des Lebens auf ganz besondere Weise symbolisiert, da die Ernte natürlich auch den Tod der Pflanzen bedeutet. Der Kreislauf geht aber immer weiter. Die geernteten Früchte ermöglichen uns das Überleben im Winter, die Samen sind gebildet und alle wissen, dass im Frühling das Leben wieder neu erwacht.

Der Juli ist vorbei und Anfang August beginnt der Erntemonat. Viele Pflanzen tragen Früchte, das Getreide ist reif, Heilpflanzen haben eine ganz besonders hohe Wirkung. Der Sommer ist spürbar, wir erleben Hitze und Kraft. Mir scheint, die Kraft äußert sich in letzter Zeit vermehrt durch Unwetter. Jedoch ist es an der Zeit, einen bewussten Schnitt zu setzen. Wenn wir jetzt nicht ernten, verlieren wir alles. Wir müssen daher den konkreten Schnitt setzen und das Getreide abschneiden, damit wir es auch nutzen können. Daher auch Schnitterfest.
Dieses Abschneiden ist symbolisch auch der Abschied von der Zeit der Hitze und der Fülle. Wir tragen die Vorahnung in uns, dass es wieder dunkler wird, dass das Absterben der Natur naht. Man merkt ja jetzt schon, dass es abends früher dunkel und morgens auch später hell wird. Wir versuchen die Fülle zu halten, indem wir Obst und Gemüse einkochen und haltbar machen, indem wir die Kräuter ernten und Tees und Säfte aus ihnen machen und indem wir das Getreide zu Mehl und zu Brot verarbeiten. Zumindest haben unsere Vorfahren das so gemacht.

Bereits seit der Sommersonnenwende am 21. Juni werden die Tage wieder kürzer - und dennoch erleben wir jetzt erst den Hochsommer, mit all seiner Hitze, den Gewittern, der Trockenheit und der Fülle an Früchten. Nach der Zeit der Blüte, ist jetzt die Zeit der Früchte.
Genau dies ist auch die Qualität des Festes. Zum Zeitpunkt der größten Reife müssen wir ernten. Das Getreide muss geschnitten werden und genau dieser Schnitt wird zum Symbol des Festes. Wir feiern die "Schnitterin", die bewusst und mit all ihrer Kraft die Frucht erntet. Mit ihrer Sichel (die der abnehmenden Mondsichel entspricht) das Leben durchtrennt - nur um zu überleben.




Montag, 28. Juli 2014

Projekt Ahnenforschung Teil 4

Es kam Post vom Stadtarchiv Recklinghausen und mir liegen nun auch die Daten meiner Ur-Großeltern Lüning vor. Mein Ur-Opa Heinrich Ewald wurde in Dortmund-Dorstfeld geboren, meine Ur-Oma Maria in Wanken, heute Wachtendonk. Sie hatten  6 Kinder, davon 5 Mädchen und mein Opa als einziger Junge. Er hatte es sicher nicht leicht. *g*

Auch über meine Großtante Clara habe ich mehr Infos bekommen. Im Heiratseintrag stand, dass ihr Ehemann Walter Sichtermann die am 22. Februar 1916 geborene Tochter Maria Cäcilia als sein eigenes Kind anerkennt. Als sie dann nach Amerika gegangen sind, wurde aus Maria sicher die Mary, die auf einigen Passagierlisten auftaucht. 
Später kamen dann noch die Kinder Joan und Henry dazu und anscheinend haben sich Clara und Walter irgendwann scheiden lassen. Auf einer Liste des Census von 1940 steht sie als "divorced". 
Henry hat eine Jeannette Flanagan geheiratet und sie müssen eine Tochter gehabt haben, die vermutlich auch Jeannette hieß. Jedenfalls erzählte mein Vater mir gestern, dass ein Enkelkind von Clara uns einmal in Haltern besucht hat und ich meine, sie hieß Jeannette.
Jetzt muss ich mal sehen, wie ich noch mehr Informationen bekomme.

Und ich weiß jetzt auch, dass meine Großtante Helene, die Schwester meiner Oma, in Herne gewohnt hat und zwei Töchter hatte. Sie selbst lebt nicht mehr und wegen der Kinder habe ich Kontakt mit der Stadt Herne aufgenommen.

Hier noch ein paar Fotos aus den alten Zeiten:

Meine Oma Marianne und mein Opa Gottfried, die Eltern meines Vaters

Meine Großeltern mit Eltern, Kindern und Schwiegerkindern. Mein Vater steht
 in der ersten Reihe zwischen seinen Eltern. 

Meine Großtante Clara, die Schwester meines Opas, die nach Amerika ausgewandert ist. Dies war bei ihrem letzten Heimatbesuch in Deutschland. 

Meinte Tante Helga,die Schwester meines Vaters und ihr Freund. Dies Foto entstand 1960. Kurz darauf sind beide im Alter von 18 Jahren tödlich mit dem Auto verunglückt. 

Mein Ur-Großvater Carl Theodor. Schade, leider kann man das Datum 
der Tageszeitung nicht sehen...

 Und meine Ur-Großmutter Clara Elisabeth

Donnerstag, 24. Juli 2014

Projekt Ahnenforschung Teil 3

Nun liegt mir auch der Geburtseintrag meines Opas aus Recklinghausen vor und ich kenne die Vornamen meiner Ur-Großeltern und den Mädchennamen meiner Ur-Großmutter, sie hieß Nagels.
Weitere Infos kann ich nun beim Stadtarchiv Recklinghausen bekommen. Die Sachbearbeiterin hat mir netterweise auf meine Anfrage geantwortet, dass sie jetzt allerdings erst mal Urlaub hat und ich Mitte/Ende August etwas von ihr hören werde. Also warten wir ab, es eilt ja auch nicht.                                       

Dann habe ich am Montag nochmal einen dicken Umschlag von unserem Stadtarchiv in Haltern bekommen mit weiteren Kopien von Heirats-, Geburts- und Sterbeeinträgen von der Linie meines Opas väterlicherseits. Die Mitarbeiterin dort hat sich wieder total viel Mühe gegeben mit der Recherche, hat mit Bleistift Notizen dazu geschrieben, Post-Its aufgeklebt usw. Und wieder war das gesamte Material kostenlos. Die Daten gehen zurück bis 1730.
Dabei habe ich erfahren, dass mein Opa (auf dem Foto rechts) eigentlich 5 Geschwister hatte, drei Jungs und zwei Mädchen. Aber anhand der Geburtseinträge habe ich gesehen, dass seine Brüder alle drei im Kindesalter gestorben sind, einer wurde sogar nur ein paar Monate alt. :-( Sicher, früher war das fast normal so um die Jahrhundertwende, aber schon sehr traurig. So hatte er dann noch zwei Schwestern. Johanna, genannt Änne, lebte bis zu ihrem Tod in Haltern, während Clara einen Mann aus Bochum heiratete und 1923 mit ihm nach Amerika ging. Dank der internationalen Seite Ancestry habe ich überhaupt davon erfahren, denn beim Eingeben von Clara in den Stammbaum wurden mir Hinweise auf Ähnlichkeiten mit anderen Personen angezeigt. Dank einer Userin bei Ahnenforschung.org hatte ich nun Einblick in Passagierlisten und Volkszählungslisten und bin mir nun sicher, dass es tatsächlich Tante Clara ist. Zusammen mit Walter hatte sie zwei Kinder, Henry und Joan. Und ich glaube, Joan war auch einmal zu Besuch in Haltern, da war ich aber noch ein Kind, das muss Mitte/Ende der 70er gewesen sein. Clara und Walter leben heute natürlich nicht mehr und ich vermute mal Henry und Joan auch nicht. Ob es weitere Nachfahren gibt, weiß ich leider nicht.

Nun wäre es schön, auch mit der Linie meiner Oma väterlicherseits weiterzukommen, aber da muss ich wohl in Polen mit der Recherche weitermachen. Eine Mail habe ich rausgeschickt, aber in Polen haben die meisten Archive im Juli und August geschlossen. Also heißt es warten. Aber zumindest weiß ich von meinem Vater, dass sie eine Schwester namens Helene hatte, die alle nur Tante Lene nannten.




Donnerstag, 17. Juli 2014

Projekt Ahnenforschung Teil 2

Vor zwei Tagen konnte ich wieder einen kleinen Erfolg verbuchen.
Das Standesamt Dülmen schickte mir den Heiratseintrag sowie beide Sterbeeinträge meiner Großeltern, der Eltern meiner Mutter.
So kenne ich jetzt die vollen Namen sowie Geburts- und Sterbedaten meiner Großeltern und weiß, dass meine Oma in Dirschau in Westpreußen und mein Opa in Recklinghausen in Westfalen geboren wurde. 

Das Standesamt Recklinghausen wird mir nun den Geburtseintrag meines Opas zuschicken, daraus gehen dann die Namen meiner Ur-Großeltern hervor und ich kann in die Richtung auch weiter forschen.

Etwas schwieriger wird es in Dirschau, aber auch da bin ich dran.

Samstag, 12. Juli 2014

Projekt Ahnenforschung

Nachdem ich ja letztens in alten Fotoalben gestöbert habe, habe ich nun beschlossen, etwas tiefer in die Familien- oder Ahnenforschung einzusteigen.
Dank mehrerer Foren im Internet wusste ich, wie ich am besten am Anfang vorgehen sollte und habe einfach mal einen Brief an unser Standesamt geschickt, mit der Frage nach Einträgen zu meinem Familiennamen, denn dort wird alles gelagert.
Und gestern war tatsächlich ein großer Umschlag in der Post mit einigen Kopien. Soviel Erfolg hatte ich beim ersten Mal gar nicht erwartet.
Mir liegen nun Namen und Daten vor, die bis zu meinen Ur-Ur-Großeltern väterlicherseits reichen und zwar von der Seite meines Opas.
Ich weiß nun z.B., dass mein Ur-Ur-Opa Hermann hieß und er und meine Ur-Ur-Oma Clara im November 1873 geheiratet haben.

Ich finde das total aufregend und spannend. Der Brief von der Mitarbeiterin der Stadt war auch total nett und ich solle mich doch gerne melden, wenn ich Interesse an weiteren Recherchen hätte. Es würde Kirchenbucheinträge geben, die bis ins 17. Jahrhundert zurück gehen. Natürlich habe ich Interesse! *g*

Etwas schwieriger gestaltet es sich bei der Familie meiner Mutter, da sie wenig Kontakt zu ihren Eltern hatte und die meisten Familienmitglieder auch schon verstorben sind. Aber das nehme ich auch bald in Angriff, mal sehen, wie weit ich komme. 

Ich werde weiter berichten. 



Sonntag, 6. Juli 2014

Eine kleine Reise in die Vergangenheit

Gestern waren wir bei meinem Vater. Seine Lebensgefährtin hatte Geburtstag und zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Da habe ich gleich die Gelegenheit genutzt und meinen Vater um ein paar Fotoalben gebeten. Ich habe zwar zwei Alben mit Kinderfotos von mir, aber mein Vater hat immer schon gerne Fotos gemacht und so gibt es noch eine Menge mehr. Am meisten interessierten mich auch die, die vor meiner Zeit gemacht wurden. 

Hier ist eine kleine Auswahl:

 Dies ist das Hochzeitsfoto meiner Eltern von der Standesamtlichen Hochzeit am 30.11.1962.
 
Nein, das ist nicht James Dean. ;-)  Das ist mein Vater und das war 1959, 
da war er 20 Jahre alt.
 
Meine Eltern an der Hohensyburg in Dortmund, 1962.
 
 Mein Vater mit seinen Eltern zuhause, 1963.
 
 Mein Vater mit seinem Bruder Gottfried in Berlin irgendwann in den 60er Jahren. Dort hat mein Onkel mit seiner Frau Inge gelebt, bis er im letzten Jahr verstorben ist.

Meine Mutter mit ihrer Schwester Marianne in Recklinghausen, 1976. Meine Tante erkrankte Anfang der 80er an Krebs und starb leider viel zu früh. Sie hatte genau am gleichen Tag Geburtstag wie meine Mutter, allerdings war sie 4 Jahre älter.

Meine Oma Marianne und mein Opa Gottfried. Dies war Weihnachten 1977. 
Meine Oma starb am 27.08.1984 und mein Opa am 08.01.1985.

Meine Mutter nach der kirchlichen Trauung. Links ihr Vater, rechts ihr Schwiegervater. Leider ist kurz vorher der Bruder meiner Mutter tödlich verunglückt, so dass sie in schwarz heiraten mussten. Dabei hatte sie schon ihr Brautkleid. Sehr schade, denn ihr Traum, in weiß zu heiraten, ging somit leider nicht in Erfüllung... 

Das bin ich mit meiner Mutter am ersten Tag zuhause nach dem Krankenhaus. 

 Und hier haben wir ein Bild mit meinen Eltern und mir. Das war auf jeden Fall an einem Muttertag in den 70er Jahren.

Ich finde es immer wieder spannend, wenn man sich alte Fotos anschaut. Leider habe ich zu zu manchen Leuten aus meinen Kindertagen keinen Kontakt mehr. So z.B. die Tochter der Schulfreundin meiner Mutter, Silvia....oder Sylvia. Ich weiß nur, dass sie ein Jahr jünger war als ich und im Februar Geburtstag hat. Damals hieß sie Gößling mit Nachnamen, aber unter dem Namen finde ich sie nirgends. Vermutlich ist aber auch inzwischen verheiratet. Naja, vielleicht finde ich sie doch irgendwann...

Beim nächsten Besuch bei meinem Vater werde ich auf jeden Fall durch weitere Alben schnüffeln.