Seid willkommen in meiner kleinen Welt! Tretet ein und schaut euch um.

Im Prinzip schreibe ich über alles, was mich bewegt, was mir wichtig ist und eine Rolle in meinem Leben spielt. Musik, Filme, Tiere, Mythen, Legenden, Sagen, unsere Reisen und Ausflüge, meine Familienforschung. Und auch einfach mal dummes Zeug. ;-)

Also tretet ein in meine kleine Welt, schaut euch in Ruhe um und wenn es euch gefällt, dann kehrt zurück.



Sonntag, 5. Januar 2014

Die letzte Rauhnacht steht bevor

Der 5. Januar ist ein besonderer Tag. Heute kann man Dinge, die in den vergangenen Rauhnächten nicht so gut gelaufen sind, wiedergutmachen. Zum Beispiel in dem man alles Schlechte aufschreibt, das einen belastet und diesen Zettel mit etwas Weihrauch oder Salbei verbrennt. Denn so wie es in den Flammen vergeht, wird es auch in deiner Seele vergehen.

Dieser Tag wird auch genutzt, um sich auf die bevorstehende Nacht, die einen besonderen Segen und Zauber beeinhaltet vorzubereiten. In dieser Nacht finden vielerorts die Perchtumzüge und Perchtläufe statt. Bei uns in der Region gibt es so etwas leider gar nicht, dabei finde ich das wirklich einen schönen Brauch.
Die Nacht vom 5. auf den 6. Januar wird auch Hollanacht, Perchtnacht, Dreikönigsnacht oder Nacht der Wunder genannt.
Ein letztes Mal begehrt die "Wilde Jagd" auf, bevor sich die Tore zur Anderswelt wieder schließen.

In den verschiedenen Regionen gibt es auch unterschiedliche Bräuche für diese Nacht:
-Man stellt "Perchtmilch" bereit und backt daraus am nächsten Tag den Dreikönigskuchen, der Segen und Fruchtbarkeit für das ganze Jahr bringen soll
-Kopfbedeckungen werden geräuchert, was Klarheit bringen und die Konzentration fördern soll und auch gegen Kopfschmerzen hilft
-Wasser, das um Mitternacht aus den Quellen geschöpft wird, hat große Heilkräfte
-Der Dreikönigswind ist ein heiliger Wind, der Stube und Haus segnet. Deswegen soll man um Mitternacht alle Türen und Fenster aufmachen, um den Segen ins Haus zu lassen.
-Träume dieser Nacht sollen in Erfüllung gehen

Um Mitternacht in der Nacht auf den 6. Januar beendet ein neues Strahlen und Leuchten die Zeit des Todes und der Dunkelheit, die sich in Gestalt der "Wilden Jagd" zeigte.

Frau Holle hat das Schicksal gewogen, bemessen und zeigt nun , wie es weitergeht. Fleißige Menschen, die anderen viel Gutes getan haben, werden belohnt. Faule, gierige oder eigennützige Menschen sollten zur Umkehr bewegt werden.
 


Scheint die Sonne am 6. Januar, soll dies ein Zeichen für ein friedliches Jahr sein. Dann wollen wir mal das Beste hoffen...

Am Tag der Heiligen drei Könige, also am 6. Januar, schließen sich die Tore zur Anderswelt. Wir haben also jetzt noch einmal die Gelegenheit, die vergangenen 12 Rauhnächte an uns vorbeiziehen zu lassen, bevor wir uns wieder in der Hektik des Alltags verlieren.

Tja, das ist das Stichwort, denn morgen ist leider mein erster Arbeitstag im neuen Jahr, also hat mich der Alltag dann wieder. Denn bei uns ist leider kein Feiertag. 


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