Seid willkommen in meiner kleinen Welt! Tretet ein und schaut euch um.

Im Prinzip schreibe ich über alles, was mich bewegt, was mir wichtig ist und eine Rolle in meinem Leben spielt. Musik, Filme, Tiere, Mythen, Legenden, Sagen, unsere Reisen und Ausflüge, meine Familienforschung. Und auch einfach mal dummes Zeug. ;-)

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Montag, 23. Dezember 2013

Die Rauhnächte - Die Zeit zwischen den Jahren

 
Sicher habt Ihr das auch schon mal gehört: Zwischen den Jahren. Aber warum sagt man das? Das Jahr endet am 31. Dezember und das neue beginnt am nächsten Tag am 1. Januar.  Aber das war nicht immer so.


Ein Mondjahr, also zwölf ca. 28-tägige Mondzyklen, besteht aus 354 Tagen. Bis zu den 365 Tagen des Sonnenjahres fehlen demnach zwölf Nächte. Diese Nächte nennt man Rauhnächte. Sie gelten als mystisch und magisch. Das Schicksal kann neu ausgehandelt  und die Zukunft vorausgesagt und beschwört werden. Das Naturgeistervolk zieht aus, um in diesen Nächten die Kräfte neu zu weben und zu verändern. In den meisten Regionen beginnen die Rauhnächte in der Nacht des Heiligen Abends und enden mit dem Dreikönigstag am 6. Januar.
Daher hieß es früher eben "Zwischen den Jahren" und der Begriff hat in vielen Regionen bis heute überdauert.     

Die Rauhnächte waren auch die Weihe-Nächte. Im 8. Jahrhundert nach Christi wurde das Fest der Weihenächte dann zum christlichen Weihnachtsfest. Karl der Große erklärte es zum kirchlichen Hochfest der Geburt Christi und verbot unter Todesstrafe das Ausführen der alten Riten.

Viele Bräuche haben überlebt, weil sie in die kirchlichen Riten mit eingebunden werden und von Generation zu Generation in Form von Geschichten und Legenden weitergegeben wurden. Zum Beispiel der heidnische Brauch, in den Weihenächten einen immergrünen Tannenbaum als Symbol des ewigen Lebens aufzustellen. Oder das Lärmmachen an Silvester und das Räuchern am 6. Januar. Viele Bräuche sind allerdings verloren gegangen aufgrund der Androhung der Todesstrafe bei weiterer Ausführung.

Ich wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest und gemütliche Rauhnächte.


Hörst du das Raunen in der Nacht,
raue Tage sind entfacht.
Der Tag ist kurz, die Nacht ist lang.
kalt, hart, still liegt alles da.
Werde des Unsichtbaren gewahr.
Frösteln, schauern, sich still zusammen kauern 
in der Stille offenbart sich leise
der Samen für die Weiterreise.
Mond und Sternenlicht dich führen,
öffnen dir verborgene Türen.

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