Seid willkommen in meiner kleinen Welt! Tretet ein und schaut euch um.

Im Prinzip schreibe ich über alles, was mich bewegt, was mir wichtig ist und eine Rolle in meinem Leben spielt. Musik, Filme, Tiere, Mythen, Legenden, Sagen, unsere Reisen und Ausflüge, meine Familienforschung. Und auch einfach mal dummes Zeug. ;-)

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Dienstag, 18. Dezember 2012

Die Rauhnächte - Ein geschichtlicher Einblick Teil 2

Zur Wintersonnenwende gab die Rückkehr des Lichts Hoffnung und Kraft in einer Zeit, in der die harten, langen und kalten Wintermonate noch bevorstanden. Man feierte dieses Fest ausgelassen und hielt in den Tagen danach, mit seinen Verwandten und Freunden Rückschau und Ausschau auf das kommende Jahr. Den Naturgeistern wurden Speisen dar gebracht, man teilte seine Vorräte miteinander und sprach mit der Natur und den Tieren. Viele Rituale und Bräuche aus dieser Zeit zielten darauf ab, sich für die bevorstehende Zeit Mut zu machen, Kraft zu tanken, die Naturgewalten gnädig zu stimmen.
Märchen, Legenden, Geschichten und Erlebnisse wurden am Feuer miteinander geteilt und an die Kinder weitergegeben.
Die Wilde Jagd, das Gefolge Odins oder Wotans, das ausgestorbenen, nicht erlösten Seelen und wilden Gesellen des kleinen Volkes bestand, zog in den rauen Winternächten umher, um die Menschen zu prüfen und zu erschrecken, aber auch um Gerechtigkeit und Ausgleich zu üben. 

Mit der Verbreitung des Christentums in Europa wurden den heidnischen Bräuchen und Ritualen ein christliches Gewand gegeben, so dass das Volk seine Riten nicht aufgeben musste und sich besser mit dem neuen Glauben identifizieren konnte.
So wurden aus den acht Jahresfesten, in denen die Große Göttin, die Erde, die Sonne und der Himmelsgott geehrt wurden, christliche Festen, die das Leben Jesu nachvollziehbar machen sollten, jedoch eine ähnliche Symbolik wie die ursprünglichen heidnischen Feste besaßen. Dies wurde nach und nach in diversen kirchlichen Konzilen und von den Herrschern der damaligen Zeit wenn notwendig auch mit Gewalt und unter Androhung der Todesstrafe umgesetzt.

Die Rauhnächte waren auch die Weihe-Nächte. Im 8. Jahrhundert nach Christi wurde das Fest der Weihenächte dann zum christlichen Weihnachtsfest. Karl der Große erklärte es zum kirchlichen Hochfest der Geburt Christi und verbot unter Todesstrafe das Ausführen der alten Riten.

Viele Bräuche haben überlebt, weil sie in die kirchlichen Riten mit eingebunden werden und von Generation zu Generation in Form von Geschichten und Legenden weitergegeben wurden. Zum Beispiel der heidnische Brauch, in den Weihenächten einen immergrünen Tannenbaum als Symbol des ewigen Lebens aufzustellen. Oder das Lärmmachen an Silvester und das Räuchern am 6. Januar. Viele Bräuche sind allerdings verloren gegangen aufgrund der Androhung der Todesstrafe bei weiterer Ausführung. 


(Quelle: Das Geheimnis der Rauhnächte von Jeanne Ruland)



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