Seid willkommen in meiner kleinen Welt! Tretet ein und schaut euch um.

Im Prinzip schreibe ich über alles, was mich bewegt, was mir wichtig ist und eine Rolle in meinem Leben spielt. Musik, Filme, Tiere, Mythen, Legenden, Sagen, unsere Reisen und Ausflüge, meine Familienforschung. Und auch einfach mal dummes Zeug. ;-)

Also tretet ein in meine kleine Welt, schaut euch in Ruhe um und wenn es euch gefällt, dann kehrt zurück.



Montag, 17. Dezember 2012

Die Rauhnächte - Ein geschichtlicher Einblick Teil 1

Die Wintersonnenwende war europaweit ein wichtiges Ereignis und die Nächte danach waren heilig. 

Die Winter in Europa konnten früher sehr lang und hart sein, wenn die Vorräte zur Neige gingen, das Feuerholz nicht reichte und man keine Möglichkeit hatte, Nahrung in der Natur zu finden. Nicht selten war das Leben damals ein Überlebenskampf und man wusste nicht, ob man den Winter überlebte.
Raub- und Heerzüge wurden besonders für die langen Wintermonate geplant, so dass unsere Vorfahren Angst vor Überfällen, Raubzügen, Mordbränden und Hunger haben mussten. Dabei wurden oft ganze Dörfer zerstört.
Die "Wilde Jagd" war also nicht nur ein Begriff der Mythologie, sondern oft ein allzu reales, grausames Ereignis, das Verlust, Krankheit und Tod mit sich brachte, sich in das Gedächtnis der Menschen einbrannte und bis heute im Gedächtnis der Menschen erhalten geblieben ist.

Unsere Vorfahren hatten auch nicht die Möglichkeit künstliches Licht zu nutzen und waren dadurch viel stärker in den Rhytmus der Naturgeschehnisse eingebunden. Sie waren auf Nächstenliebe, Gnade und Mitgefühl angewiesen. Das Brot miteinander zu teilen, war in dieser Zeit oft notwendig zum Überleben.

So ist es nicht verwunderlich, dass sich zu jener Zeit die Feste im Jahreskreis nach den kosmischen Ereignissen und dem Geschehen in der Natur auszurichten. Man war mit der Natur und ihren Kräften, ihren Wesen verbunden und die Schleier zwischen den Welten waren zu manchen Zeiten sehr dünn. Menschen und Naturgeister lebten und feierten im Einklang, um die Lebensgrundlage zu ehren und zu erhalten, Hoffnung zu schöpfen und Kraft zu gewinnen. 

Tag- und Nachtgleiche im Frühling und Herbst sowie Sommer- und Wintersonnenwende waren überaus wichtig im Jahr. 

Mehr dazu beim nächsten Mal...


(Quelle: Das  Geheimnis der Rauhnächte von Jeanne Ruland)


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