Seid willkommen in meiner kleinen Welt! Tretet ein und schaut euch um.

Im Prinzip schreibe ich über alles, was mich bewegt, was mir wichtig ist und eine Rolle in meinem Leben spielt. Musik, Filme, Tiere, Mythen, Legenden, Sagen, unsere Reisen und Ausflüge, meine Familienforschung. Und auch einfach mal dummes Zeug. ;-)

Also tretet ein in meine kleine Welt, schaut euch in Ruhe um und wenn es euch gefällt, dann kehrt zurück.



Mittwoch, 5. Dezember 2012

5. Dezember - Der Abend vor Nikolaus

Na, habt Ihr auch alle Stiefel und Schuhe geputzt? ;-)
Denn heute ist Nikolausabend und wer brav war, der bekommt auch bestimmt ein paar leckere Sachen geschenkt.

Der bekannte Brauch der Befragung der Kinder durch den Nikolaus, ob sie denn auch brav und fromm gewesen seien, geht wohl auf folgendes zurück: Früher wurde drei Knechten Geldstücke entsprechend ihrer Fähigkeiten anvertraut. Nach der Rückkehr des Herrn musste jeder Rechenschaft ablegen, was er mit dem Geld gemacht hatte. Mit den meisten anderen Bräuchen verhält es sich ähnlich. Ursprünglich war der Nikolaustag auch der Tag der Weihnachtsbescherung. In einigen Ländern ist er dies auch heute noch.

Als Gehilfen bekam der heilige Nikolaus in verschiedenen Ländern Begleiter zur Seite gestellt. In ganz Österreich und Südtirol, Ungarn, Tschechien, Teilen Norditaliens und Teilen Kroatiens und dem rumänischen und serbischen Banat kommt der Nikolaus am Abend des Nikolaustags mit den Krampussen: Während der Nikolaus die Kinder, die das Jahr über brav waren, mit Geschenken belohnt, rasseln die bösen, teufelartigen Krampusse mit Ketten und erschrecken die Kinder, die böse waren. Der Krampus ist eine eigenständige Figur des Brauchtums, die entfernt mit den diversen Perchten verwandt ist, aber nur als Gefolge des Nikolaus vorkommt. Die Krampusse selbst jagen schon am Vorabend, dem 5. Dezember (Krampustag), wie eine Wilde Jagd durch die Dörfer (Krampuslauf), noch ungezähmt vom Nikolaus vor dessen Erscheinen. Im Berchtesgadener Land sind ähnlich derbe und wilde Erscheinungsformen als Volksbrauch geläufig, die Perchten.

Ich kenne Knecht Ruprecht, der im nördlichen und mittleren deutschen Sprachraum, den Nikolaus begleitet, der ursprünglich wohl ebenfalls eine Perchtenfigur war.

Äpfel und Nüsse als Gaben haben eine ganz alte
Bedeutung.
Früher waren es übrigens keine Schuhe oder Stiefel, die befüllt wurden, sondern selbstgebastelte Papierschiffchen, da der Heilige Nikolaus auch als Schutzpatron der Seefahrer gilt.
Und es gibt noch eine Änderung:
Und früher nahm der Mensch nicht nur von der Natur, er
gab ihr auch etwas zurück. Die Natur versorgt uns das ganze
Jahr. Im Winter ist es so, dass wir die Natur mitversorgen
könnten, indem wir mit ihr teilen, was wir haben. Nüsse, Körner, Milch und Äpfel wurden einst für die Tiere und auch für die Naturgeister vor die Tür gestellt, damit sie in der kalten, dunklen Jahreszeit etwas zu essen hatten.
Äpfel und Nüsse stehen auch mit den Ahnen in Verbindung. Sie helfen bei der Wunscherfüllung.
Äpfel sind die Früchte der Liebe, sie stehen mit der Göttin der Liebe und der Fruchtbarkeit in Verbindung und werden dem Feenreich zugeordnet.
Die Feen bestimmen über unser Schicksal. Es ist wichtig, sie gutmütig zu stimmen, damit sie unser Schicksal zum Glück hin lenken.
Früher suchte man die alten Kräfte, die Göttin der Liebe, die Feen und die Ahnen für Rat und Segen auf und brachte ihnen Nüsse und Äpfel.

Schade, dass dieser Brauch heute nahezu in Vergessenheit geraten ist. Bis auf das Füttern der Vögel im Winter.  ;-)




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