Seid willkommen in meiner kleinen Welt! Tretet ein und schaut euch um.

Im Prinzip schreibe ich über alles, was mich bewegt, was mir wichtig ist und eine Rolle in meinem Leben spielt. Musik, Filme, Tiere, Mythen, Legenden, Sagen, unsere Reisen und Ausflüge, meine Familienforschung. Und auch einfach mal dummes Zeug. ;-)

Also tretet ein in meine kleine Welt, schaut euch in Ruhe um und wenn es euch gefällt, dann kehrt zurück.



Montag, 30. April 2012

Beltane oder Walpurgisnacht

Heute ist der 30. April und damit also auch Beltane oder Walpurgisnacht. Einer der wichtigsten Jahreskreisfeste oder Hexenfeiertage der Hexen und Heiden. 



Und ich habe heute endlich den Schritt getan und habe beim Amtsgericht meinen Austritt aus der katholischen Kirche erklärt. Welcher Tag wäre auch besser dafür geeignet? ;-)


In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Tag und eine schöne Nacht und feiert schön. Aber denkt dran, nicht übertreiben!




Sonntag, 29. April 2012

Nostalgischer Ausflug in die Vergangenheit

Bis ich zehn Jahre alt war, wohnten wir ein wenig außerhalb von Haltern. Damals noch ohne "am See". Unterhalb der Ziegelei standen 4 Häuser, in einem wohnte ich mit meinen Eltern, zwei Häuser weiter wohnte meine Freundin Britta mit ihren Eltern. In jeder freien Minute und in den Ferien den ganzen Tag waren wir draußen unterwegs und erkundeten die nähere Umgebung. 
Nicht weit entfernt gab es das Ausflugslokal Helenenhöhe, welches damals sehr beliebt war. Nachmittags gab es dort auch Tanztee. Gebaut wurde es 1971, damit ist es so alt wie ich. :-)
Natürlich waren wir sehr oft dort oben, denn durch den Wald war es nicht weit. Neben dem Lokal gab es noch zwei Wohnhäuser. 
Heute war ich zum ersten Mal nach bestimmt 20 Jahren dort. Es ist irgendwie traurig, die Helenenhöhe ist zu einer verlassenen Ruine verkommen, steht seit vielen Jahren leer und dort, wo man hineinschauen kann, sieht man, dass das Gebäude total zugemüllt ist. :-(  
Eines der beiden anderen Häuser ist vor vielen Jahren abgebrannt und die Ruine steht ebenfalls noch. Schade, dass das Grundstück so verkommt.
Die Helenenhöhe selbst steht zum Verkauf und für rund 200.000 Euro könnte ein neue Besitzer etwas daraus machen. 
Ein Stück Halterner Vergangenheit....und ein Stück meiner Kindheit. 







Mittwoch, 18. April 2012

Kirchenaustritt

Seit Jahren will ich schon aus der Kirche austreten, denn das einzige, was mich noch damit verbindet, ist der Eintrag „RK“ auf meiner Steuerkarte. Ansonsten kann ich mit den Ansichten der katholischen Kirche und deren Verhalten überhaupt nichts anfangen und mich schon gar nicht damit identifizieren.

Bisher habe ich mich einfach nicht aufraffen können, denn dazu muss ich zum Amtsgericht nach Marl und die Zeiten dort sind nicht gerade…arbeitnehmerfreundlich. Hinzu kommen noch die 30 Euro „Bearbeitunggebühr“. Was ich eine Frechheit finde, denn in andern Bundesländern kostet der Kirchenaustritt gar nichts, in einigen maximal 10 Euro. Was rechtfertigt diese Unterschiede? Die Arbeit ist ja wohl dieselbe.

Egal, jetzt hab ich mich entschieden, den Schritt zu machen und zwar am 30. April, da habe ich frei. Und welcher Tag wäre besser geeignet, der katholischen Kirche den Rücken zu kehren, als eines der wichtigsten Jahreskreisfeste oder Hexenfeiertage: Beltane bzw. die Walpurgisnacht.



Der Baum der Göttin ist weise und alt,
schade ihm, und ihr Fluch sei dein Gehalt.
Erreicht das Jahr Walpurgisnacht,
brenne ihr Feuer in voller Pracht.
(Auszug aus dem Hexencredo)

Freitag, 13. April 2012

Freitag der 13. - Na und?

Es gibt viele Leute, die heute einfach zuhause und am besten im Bett bleiben, da sie diesen Tag für einen Unglückstag halten und fürchten, ihnen passiert etwas ganz Schlimmes.
Aber woher kommt dieser Aberglaube überhaupt? Was ist so schlimm, wenn der 13. Tag im Monat ein Freitag ist?
Die 13 an sich ist allgemein halt schon als Unglückszahl verschrien. In den meistens Hotels gibt es daher kein Zimmer 13 oder auch keinen 13. Stock, auch im Flugzeug keinen Platz Nr. 13.

Vielleicht ist ein geschichtliches Ereignis eine Ursache für die negative Bedeutung des Datums. Am 13. Oktober 1307 befahl der französische König Philipp IV. die Verhaftung aller Mitglieder des Templerordens in Paris, also der Tempelritter. Dies war damals ein Freitag. 

Oder ist der amerikanische Autor Thomas William Lawson schuld? Er schrieb 1907 den Börsenroman "Friday the 13th". 

Und dann gibt es natürlich noch den Horrorfilm "Freitag, der 13.", aber der ist sicher nicht schuld am Negativimage des Datums, eher ist es umgekehrt und dieser Film macht sich den Aberglauben zunutze.

Was auch immer der Grund für die Angst vor einem Freitag den 13. ist....es ist nicht erwiesen, dass einem solchen Tag mehr Unglücke passieren als sonst. ;-)

Mittwoch, 11. April 2012

30. April: Beltane / Walpurgisnacht


Beltane - oder auch Walpurgisnacht - wird traditionell in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai gefeiert. Es ist das Fest des Frühlings, an dem Sonne und Erde eine innige Verbindung eingehen.
Mit dem 1. Mai begann bei den Kelten das Sommerhalbjahr, Samhain am 31. Oktober dagegegen bedeutete den Beginn des Winters und der dunklen Jahreszeit,  ein Fest des Todes, der Toten und Ahnen. Beltane dagegen ist ein Fest des Lebens, der Fruchtbarkeit, der Vereinigung, der Zeugung und des Sieges der Sonne und des Sommers über den Winter.

Jeder weiß, dass an Beltane die Hexen auf ihrem Besen um den Blocksberg kreisen. *g* Die alten Göttinnen hatten laut Sage immer ein Gefährt, mit dem sie reisten, sei es die Wildsau der Freya, der Wolf der Hyndla, die schwarzen Rosse der Walküren oder die Hexenritte auf dem Bären in Schweden. Die Hexen in unseren Breitengraden, Abkömmlinge der großen Muttergöttin, reisen auf ihrem Besen. 


In der Avalon-Sage wurde zu Beltane der neue Hirschkönig erkoren. Für den Rest der lichtvollen Zeit war er der Herrscher über Tiere, Pflanzen und Menschen.

Unter lauten Gesängen und Tänzen schmücken die jungen Männer und Frauen den Maibaum mit bunten Bändern.  Alle freuen sich, dass der Winter überstanden ist. Dieser Brauch wird auch heute noch fast überall gefeiert. Während heute allerdings nur noch im Dorf- oder Stadtmittelpunkt oder an einem besonderen Platz dieser Maibaum aufgestellt wird,  gab es in früheren Zeiten fast in jedem Garten einen Maibaum. Es wird "in den Mai getanzt" und die Maikönigin gewählt, auch Feuer werden entzündet, um den Winter endgültig zu vertreiben. 

Bei uns gibt es auch die Tradition mit einem Bollerwagen loszuziehen und einen Maigang zu machen. 

Warum Walpurgisnacht? Walpurgis war die Maikönigin, eine heidnische Göttin, die später christianisiert und dann heilig gesprochen wurde, da man ihre Riten nur so übernehmen konnte. 
Randnotiz: Interessanterweise stand das Kloster der Heiligen Walpurga in "Heiden-Heim". Es war ein Doppel-Kloster für Männer und Frauen - wenn das mal nicht sinnig ist. ;-)

Also nun bleiben noch gut zweieinhalb Wochen, um den Besen zu entstauben und aufzumotzen.

Montag, 9. April 2012

Kurzurlaub an der Nordsee

Mittwochnachmittag ging es los. Mal wieder ein paar Tage mit unserem "Ranunculus Rotalis" auf Tour, auch Fröschchen genannt. :-)
Gegen 19 Uhr kamen wir in Norddeich an und machten Halt im Wohnmobilpark am Deich, etwa 2 Kilometer von Norddeich entfernt. Aber wir hatten ja die Fahrräder mit, also kein Problem. Schon in Haltern war es ja nicht gerade warm, als wir losführen. Aber in Ostfriesland war es richtig kalt, dazu noch der Wind. Brrr...
Aber egal, erst mal los zum Abendessen, es gab Seelachsfilet mit Pommes Frites und dazu ein leckeres Köstritzer Schwarzbier.
Am nächsten Tag schien dann die Sonne, aber es war immer noch sehr kalt. Wir fuhren mit den Rädern nach Norddeich, aßen ein leckeres Fischbrötchen (ein Muss!) und fuhren dann mit dem Linienbus weiter nach Norden, um ein bisschen durch die Stadt zu bummeln.
Auch die zweite Nacht verbrachten wir in Norddeich und fuhren am nächsten Tag weiter nach Bensersiel, mit einem Zwischenstopp in Dornumersiel. In Bensersiel konnten wir ab 14 Uhr auf den Campingplatz, leider fing es auch auch kurz danach an zu regnen und hörte sich nachts nicht mehr auf. Stürmisch war es auch. Wir trafen uns mit meinem Vater und seiner Lebensgefährtin zum Essen, die dort eine Woche Urlaub machen und verbrachten einen schönen Abend.
Am Samstag ging es weiter nach Schillig. Nun schien auch wieder die Sonne. :-)  Dort angekommen, fuhren wir mit den Rädern nach Horumersiel, stöberten durch die vielen Lädchen (so viele leckere Teesorten!) und aßen zu Abend. 
Sonntag fuhren wir dann nach dem Frühstück nach Hooksiel auf den Wohnmobilstellplatz am Campingplatz direkt an der See. Nach einem kurzen Päuschen ging es per Fahrrad in den Ort. In "Karsta's Kartoffel- und Pfannkuchenhaus", das ich sehr empfehlen kann, gab es ein kleines Mittagessen und wir bummelten durch die Lädchen.
Zurück im Womo und nach einer Erholungspause spazierten wir dann abends noch eine gute Stunde am Strand entlang.
Nachts fing es dann an zu regnen, aber da es am nächsten Morgen sowieso heimwärts ging, war das nicht soooo schlimm.
Auf der Rückfahrt kamen wir in Papenburg an der Meyer Werft vorbei und konnten dort die Aida Mar bewundern, die wohl bald in See stechen wird. Schon gigantisch, so ein großer "Pott".
Alles in allem waren es ein paar schöne Tage, eine Auszeit,die man sich zwischendurch immer mal nehmen sollte, um aufzutanken.



Sonntag, 1. April 2012

Meine Rezension zum Film "Die Frau in Schwarz"


Daniel Radcliffe spielt den jungen Anwalt Arthur Kipp in London im 19. Jahrhundert. Seine Frau ist bei der Geburt des mitterweile vierjährigen Sohnes gestorben und der Witwer kommt damit nur schwer klar. Seine Kanzlei gibt eine letzte Chance, seinen Job zu behalten. Er soll die Papiere einer Alice Drablow sichten, der verstorbenen Besitzerin des Anwesens Eel Marsh, welches in einer einsamen Gegend von England liegt und vom nahe gelegenen Dorf nur über eine schmale Straße bei Ebbe zu erreichen ist. Das Anwesen soll verkauft werden, was sich allerdings als schwierig erweist.

Im Dorf angekommen schlägt ihm schon in der Pension Feindseligkeit entgegen und der ansässige Anwalt, der ursprünglich mit dem Verkauf des Hauses betraut war, will ihn schnell wieder loswerden. 
Doch Arthur lässt sich nicht beirren, er braucht den Job, um seinen Sohn zu ernähren und fährt auf das Anwesen im Marschland.
Früher glaubte er nicht an Geister, aber seit dem Tod seiner Frau, ist er sich nicht mehr so sicher. Und er ist sich sicher, auf Eel Marsh eine schwarz gekleidete Frau gesehen zu haben. Wer ist sie und was will sie von ihm? Wofür nimmt sie Rache, in dem sie immer wieder Kinder aus dem Dorf sterben lässt?
Durch Briefe und diverse andere Papiere kommt Arthur schließlich hinter das dunkle Geheimnis des Hauses und ihrer ehemaligen Bewohner. Und erkennt , dass auch sein Sohn in großer Gefahr schwebt...

Ein spannender, düsterer und atmosphärisch dichter Film, der teilweise eine sehr gruselige Stimmung erzeugt. Die Musik unterstützt das Ganze. Einige Szenen sorgen für gewaltige Gänsehaut und Schockeffekte. Aber das Ganze ohne Blut. Und das ist genau nach meinem Geschmack.
Daniel Radcliffe macht seine Sache sehr gut, er ist halt doch mehr als "Harry Potter" und ich wünsche ihm, dass er nicht sein Leben lang auf die Rolle des Zauberlehrlings reduziert wird.

Ich habe überlegt, wann ich das letzte Mal einen ähnlichen guten Gruselfilm gesehen habe und ich glaube, das ist tatsächlich sehr lange her und es war "Das Geisterschloss".