Seid willkommen in meiner kleinen Welt! Tretet ein und schaut euch um.

Im Prinzip schreibe ich über alles, was mich bewegt, was mir wichtig ist und eine Rolle in meinem Leben spielt. Musik, Filme, Tiere, Mythen, Legenden, Sagen, unsere Reisen und Ausflüge, meine Familienforschung. Und auch einfach mal dummes Zeug. ;-)

Also tretet ein in meine kleine Welt, schaut euch in Ruhe um und wenn es euch gefällt, dann kehrt zurück.



Montag, 19. September 2011

Rhein in Flammen, 15.-18.09.2011

Hier nun mein Bericht zum langen Wochenende am Rhein:
Gegen 11 Uhr mittags ging es Donnerstag los. An einer Raststätte an der A 2 trafen wir uns mit Freunden und dann ging es mit zwei Wohnmobilen weiter. Zum Glück war die Strecke relativ frei und auch die Berge um Köln hat unser Fröschchen gut gemeistert. Nach etwa 3,5 Stunden waren wir in St. Goarshausen.
Die Freunde mussten noch einkaufen, wir haben dann schon mal den Campingplatz angefahren. Reservierung war vorher nicht möglich und so waren wir froh, dass wir noch Stellplätze bekommen haben. Für das Wochenende wurden rund 100.000 Besucher in St. Goar erwartet, ihr könnt euch also vorstellen, was da los war. Der Platz heißt Loreleystadt und ist in St. Goarshausen direkt am Rheinufer gegenüber von der Burg Rheinfels. Man hat alles, was man braucht, die sanitären Anlagen sind zwar nicht die neuesten, aber sauber und das ist für mich die Hauptsache. Es gibt auch einen Brötchenservice und einen Minibiergarten.

Nun hieß es erst einmal Hunger! Also ab in die Ortsmitte von St. Goarshausen, die knapp 5 Minuten entfernt ist. Mit Blick auf den Rhein gab es dann ein frühes Abendessen. Und auch wenn wir in einem Weingebiet waren mit Weinfest usw., es gab auch Bier. ;-)
Abends dann noch ein bisschen gemütlich zusammen sitzen und dann ab in unsere Schlafhöhle.

Freitagmorgen nach dem Frühstück nahmen wir die Fähre rüber nach St. Goar und nach einem Bummel durch die Gässchen gingen wir hoch zur Burg Rheinfels. Eine wunderbare Anlage, teilweise verfallen, aber viele Teile auch noch erhalten. Sie ist die größte Burgruine am Rhein und gleichermaßen bedeutsam für die Burgenbaukunst der Grafen von Katzenelnbogen im 14. Jahrhundert wie für den Schloss- und Festungsbau des 16. bis 18. Jahrhunderts der Landgrafen von Hessen-Kassel. Seit 2002 ist die Burg Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.
Mit dem Burgen-Express fuhren wir dann wieder hinunter und mit der Fähre zurück nach St. Goarshausen. So langsam begannen auch dort die Vorbereitungen für das Weinfest bzw. das Feuerwerk.

Zurück auf dem Campingplatz war das dritte Wohnmobil inzwischen auch eingetroffen, die Freunde waren mit ihren drei Kindern angereist. Abends saßen wir dann noch lange draußen, leider hat es zwischendurch immer mal wieder leicht geregnet. Aber wir sind ja keine Schönwetter-Camper! ;-)

Für Samstagmorgen hatten wir uns vorgenommen, auf den Loreleyfelsen zu klettern. Ich habe die Stufen nicht gezählt, es sollen so ca. 600 sein….aber es waren gefühlte 1.000. Oben angekommen wurden wir mit einem herrlichen Blick belohnt…und mit einem leckeren Stück Kuchen.
Die Herkunft des Namens Loreley ist übrigens nicht eindeutig geklärt. Klar ist nur der Zusammenhang mit dem ursprünglich keltischen Ley, mit dem in der Region häufig Fels oder Stein bezeichnet wurde.
Den Rückweg nahmen wir dann über den Rheinsteig vorbei an Burg Katz.
Leider kann diese Burg nicht besichtigt werden, da sie in japanischem Privatbesitz ist. Die Burg wurde um 1360 bis 1371 auch von den Grafen von Katzenelnbogen erbaut. Grund war wohl die direkte Nachbarschaft der Burg Maus, die sich seit 1356 im Bau befand. Weiterhin bildete die Burg zusammen mit Burg Rheinfels einen Zollriegel und verstärkte so das Netz von Burgen, das die Herren von Katzenelnbogen in Südwestdeutschland kontrollierten.
Jedenfalls war dieser Wanderweg wesentlich einfacher und nach etwa einer Dreiviertelstunde waren wir wieder unten in St. Goarshausen.

Abends vor dem Feuerwerk wurde gegrillt und als es langsam dunkel wurde, machten wir uns auf den Weg Richtung Rheinpromenade für das große Feuerwerk.
Fast pünktlich um 21 Uhr zündeten die ersten Raketen auf einem Schiff auf dem Rhein unterhalb der Burg Rheinfels. Abwechselnd kam das Feuerwerk dann von der Burg Rheinfels, von Burg Katz und von einem weiteren Schiff. Und ich muss sagen, sowas habe ich noch nie gesehen. Dagegen ist jedes Silvesterfeuerwerk ein Witz. Hier waren wirklich Künstler am Werk.

Sehr beeindruckt tranken wir dann noch ein Bierchen am Platz und gingen dann schlafen. Sonntagmorgen war das schöne Wetter leider vorbei, aber wir wollten ja eh nach Hause.
Staubedingt brauchten wir für die Rückreise 5 Stunden.

Fazit: Wir werden auf jeden Fall nochmal hinfahren, vielleicht nicht direkt nächstes Jahr, denn dafür gibt es zu viele schöne Plätze, die wir noch sehen wollen. Aber in ein paar Jahren bestimmt noch einmal.

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