Seid willkommen in meiner kleinen Welt! Tretet ein und schaut euch um.

Im Prinzip schreibe ich über alles, was mich bewegt, was mir wichtig ist und eine Rolle in meinem Leben spielt. Musik, Filme, Tiere, Mythen, Legenden, Sagen, unsere Reisen und Ausflüge, meine Familienforschung. Und auch einfach mal dummes Zeug. ;-)

Also tretet ein in meine kleine Welt, schaut euch in Ruhe um und wenn es euch gefällt, dann kehrt zurück.



Samstag, 6. November 2010

Faszination Mittelalter

Sicher, die Menschen die damals gelebt haben, fanden die Zeit vielleicht nicht so schön, denn die Lebensumstände waren alles andere als angenehm: Kriege, Krankheiten, Tod, Inquisition und Hexenverfolgung.
Aber trotzdem: Wenn ich heute über einen Mittelaltermarkt gehe, denke ich oft, dass das Leben damals sicher auch schöne Seiten hatte. In erster Linie gab es weniger Hektik und Stress, man lebte intensiver. Und in kleineren Gemeinden und Dörfern war das Zusammengehörigkeitsgefühl sehr groß. Es gab nicht die Anonymität wie heute in den Städten.

Der Begriff Mittelalter bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen Antike und Neuzeit (6. bis 15. Jahrhundert).
Die Bezeichnung „Mittelalter“ bezieht sich in erster Linie auf die Geschichte des christlichen Abendlands vor der Reformation, denn der Begriff wird kaum im Zusammenhang mit außereuropäischen Kulturen verwendet. Im Groben ordnet man das Mittelalter in die Zeit von 500 bzw. 600 n. Chr. bis etwa 1500 ein. Wesentlich konkreter sind jedoch folgende Bezugsdaten:
Das europäische Mittelalter erstreckt sich ungefähr von der Endphase der Völkerwanderungszeit, deren Ende in der Forschung in das Jahr 568 datiert wird, bis zum Zeitalter der Renaissance seit der Mitte des 15. Jahrhunderts bzw. bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts (bezüglich der Problematik der Datierung des Beginns des Mittelalters siehe Ende der Antike und Spätantike)
Das Hochmittelalter war die Blütezeit des Rittertums und des römisch-deutschen Kaiserreichs, des Lehnswesens und des Minnesangs. Man kann diese Ära auch als Zeitalter der Wiedererstarkung Europas bezeichnen, wobei die Machtstellung mehrerer europäischer Reiche zunahm. Die Bevölkerung begann zu wachsen, Handwerk und Handel wurden gefördert und auch die Bildung war nun nicht länger ausschließlich ein Privileg des Klerus. Allerdings verlief die Entwicklung in den einzelnen Reichen recht unterschiedlich.

In diese Epoche fallen die Kreuzzüge, in denen sich der massive Einfluss der seit 1054 gespaltenen Kirche zeigt (siehe hierzu auch Morgenländisches Schisma). Während der Kreuzzüge ziehen immer wieder Heere aus West- und Mitteleuropa in den Nahen Osten, um die dortigen christlichen „heiligen Stätten“ von den Moslems zu „befreien“, doch gelang es den (West-)Europäern nicht, sich dauerhaft dort festzusetzen. Später traten die einstmals religiösen Ziele der Kreuzzüge oftmals zugunsten von Machtgelüsten oder Profitgier in den Hintergrund.

Im Mittelalter war Haltern am See wegen seiner Lage an der Grenze zwischen dem Fürstbistum Münster und dem Kurfürstentum Köln eine wichtige Festungsstadt an einem Lippeübergang. Mit der Lippe als Stadtgraben und Ringmauern mit Wehrtürmen und vier Toren wurde eine Stadtbefestigung angelegt. Einer der Wehrtürme, der „Siebenteufelsturm“, ist bis heute erhalten geblieben. Mit der beginnenden Außensiedlung im 19. Jh. legte man die übrigen Stadtmauern nieder.

Ich liebe Mittelaltermärkte. Es ist wie die Reise in eine andere Welt, in frühere Zeiten. Handwerk, Schmuck, Speisen und Getränke. Und die Musik. Es gibt inzwischen zahlreiche Bands und Künstler.
Beispiele: Schandmaul mixen alte und moderne Instrumente mit schönen Texten von Hexen, Rittern, Drachen usw.
Saltatio Mortis und Schelmish fahren zweigleisig: auf Mittelaltermärkten gibt es die entsprechende Musik unplugged mit Dudelsäcken usw. Aber sie können auch richtig rocken.
Zu diesem Thema werde ich noch gesondert etwas hier schreiben.

Ein weiteres Thema im Mittelalter war natürlich die Hexenverfolgung. Als Hexen wurden meistens Frauen bezeichnet, die sich mit Naturmedizin auskannten, als Hebammen arbeiteten oder Heilerinnen. Dies war der Kirche ein Dorn im Auge und ihnen wurde unterstellt mir dem Teufel im Bunde zu stehen.
Eine Anklage endete fast immer mit dem Tod am Galgen oder auf dem Scheiterhaufen. Selten traf dieses Schicksal auch Männer.
Heute ist Natur- und Kräutermedizin anerkannt und wird immer beliebter. Und Wicca ist in Amerika sogar als Religion vom Staat anerkannt. Das hätte im Mittelalter wohl keiner erwartet.
Auch ich finde die Naturreligion Wicca sehr interessant, bin aber keine initierte Hexe. Auch wenn mein Schatz mich manchmal seine kleine Gewitterhexe nennt...grins. Aber Wicca ist noch nicht so alt, sondern erst aus dem letzten Jahrhundert.






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